Bezahlbarer Wohnraum und ein neuer Treffpunkt für die Nachbarschaft
Der Katholische Männerfürsorgeverein München (kmfv) feierte am 14. Oktober 2026 mit einem Quartiersspaziergang die Fertigstellung und den Bezug von 96 geförderten Wohnungen im Oberschleißheimer Ortsteil Mittenheim. Vertreter aus Politik, Verwaltung, Bauwirtschaft und Planung konnten sich vor Ort ein Bild von dem neuen Wohnquartier und dem dazugehörigen Quartierstreff machen.
Angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt in der Metropolregion München kommt dem Projekt in Mittenheim eine besondere Bedeutung zu. Für viele Menschen, insbesondere für Haushalte mit niedrigem Einkommen, ist es außerordentlich schwierig geworden, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Die neuen Wohnungen eröffnen Menschen, die auf geförderten Wohnraum angewiesen sind, neue Perspektiven in einem der teuersten Ballungsräume Deutschlands.
Mit dem Quartierstreff an der Ecke Adolf-Mathes-Straße/Birkhahnstraße ist zugleich ein Ort der Begegnung entstanden. Hier sollen Kontakte geknüpft und ein lebendiges nachbarschaftliches Miteinander gefördert werden. Das Quartier verfolgt damit zwei Ziele: Es schafft dringend benötigten Wohnraum und stärkt zugleich die sozialen Strukturen im unmittelbaren Wohnumfeld. Der Quartierstreff soll als zentraler Anlaufpunkt für Begegnungen und gemeinschaftliche Aktivitäten dienen.
Vertreter aus Politik, Verwaltung und Bauwirtschaft vor Ort
Den Auftakt des Quartiersspaziergangs bildete die Begrüßung durch Dietmar Bock, den Aufsichtsratsvorsitzenden der KMFV Mittenheim GmbH & Co. KG. Grußworte sprachen Roman Dienersberger, Ministerialrat im Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, sowie Nicola Gerhardt, die erste Stellvertreterin des Landrats des Landkreises München.
Für die musikalische Begleitung im Quartierstreff sorgte Ronjan Anders mit kreativen, kritischen und queeren Songs.

Aufschlussreiche Einblicke in Planung und Bau
An verschiedenen Stationen erhielten die Teilnehmer Einblicke in die Entwicklung des Quartiers, die architektonische Planung, den Baufortschritt und die baulichen Besonderheiten des Projekts. Auch die soziale Bedeutung des geförderten Wohnungsbaus stand im Mittelpunkt.
Zu den Gesprächspartnern beim Rundgang gehörten Stefanie Haselbeck(CSU), Zweite Bürgermeisterin der Gemeinde Oberschleißheim, Dr. Markus Büchler, MdL der Grünen aus Oberschleißheim, Kathrin Bohnert vom kmfv, Michael Auer aus dem Bereich Immobilien und Bauwesen des kmfv, sowie Christian Weigl, federführender Architekt und Stadtplaner des Büros Goergens Miklautz Partner GmbH.
Bei sonnigem Herbstwetter zeigte sich Stefanie Haselbeck beeindruckt von dem Ergebnis. Die Zweite Bürgermeisterin betonte: „Ich bin stolz und dankbar, dass mit den geförderten Wohnungen in Mittenheim ein bedeutendes Projekt für Oberschleißheim verwirklicht werden konnte. Hier wurde nicht nur Wohnraum geschaffen – es wurde die Grundlage für ein lebendiges Miteinander gelegt. Dafür gilt allen, die an diesem Projekt mitgewirkt haben, mein herzlicher Dank.“
Christian Weigl hob die erfolgreiche und effiziente Zusammenarbeit der beteiligten Projektpartner hervor. Auch die Gemeindeverwaltung und der Gemeinderat hätten sich in außergewöhnlicher Weise in das Projekt eingebracht.

Eine gemeinsame Pflanzaktion am Quartierstreff bildete den Abschluss der Begehung.
Bezahlbarer Wohnraum als gemeinsame Zukunftsaufgabe
Für Michael Auer vom kmfv ist das Projekt ein Beispiel dafür, wie Wohnungsbau und soziale Teilhabe miteinander verbunden werden können. Bezahlbarer Wohnraum sei eine der wichtigsten sozialen Zukunftsfragen in der Region. Mit den 96 geförderten Wohnungen entstünden konkrete Wohnperspektiven. Der Quartierstreff solle darüber hinaus Begegnungen ermöglichen und die Nachbarschaft stärken.
Der kmfv engagiert sich seit 75 Jahren in der Wohnungslosen- und Straffälligenhilfe. Mit mehr als 60 Fachdiensten, Einrichtungen und Projekten unterstützt der Verband Menschen in schwierigen Lebenssituationen und begleitet sie auf dem Weg zur sozialen und beruflichen Wiedereingliederung.
Die Fertigstellung der 96 Wohnungen in Mittenheim ist nicht nur ein baulicher Meilenstein. Sie zeigt auch, welche Bedeutung die Zusammenarbeit von Kommune, sozialen Trägern, Architekten und Bauwirtschaft bei der Bewältigung der Wohnungsfrage hat. Ob sich neben dem neuen Wohnraum auch ein dauerhaft lebendiges Nachbarschaftsleben entwickelt, wird sich im Alltag des Quartiers zeigen.
Harald Müller




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