Welt­blut­spen­detag: Blut­ver­sor­gung über den Sommer sichern

31.05.2026 | Aktuelles | 0 Kommentare

Demo­gra­fi­scher Wandel verschärft Heraus­for­de­rungen für die Blut­spende

Wenn immer weniger Menschen regel­mäßig Blut spenden, ist das ein gefähr­li­ches Spiel auf Zeit.
Eine stabile Blut­ver­sor­gung darf nicht dauer­haft auf den Schul­tern einer kleiner werdenden Gruppe beson­ders enga­gierter Spen­de­rinnen und Spender ruhen. Zwar konnten in den vergan­genen Jahren saiso­nale Engpässe deut­lich redu­ziert werden, doch was kurz­fristig Stabi­lität schafft, macht das System lang­fristig anfäl­liger. Vor dem Hinter­grund des demo­gra­fi­schen Wandels bleibt es deshalb entschei­dend, neue und insbe­son­dere jüngere Menschen dauer­haft für die Blut­spende zu gewinnen.
Rund um den Welt­blut­spen­detag am 14. Juni rufen die DRK-Blut­spen­de­dienste bundes­weit dazu auf, gerade in den Sommer­mo­naten Blut zu spenden. Hohe Tempe­ra­turen, Feri­en­be­ginn und Reise­zeit sorgen bereits aktuell dafür, dass weniger Menschen Blut spenden gehen. Gleich­zeitig bleibt der Bedarf an Blut­prä­pa­raten in den Kliniken unver­än­dert hoch. Täglich werden Blut­spenden für die Versor­gung von Unfall­op­fern, Krebs­pa­ti­en­tinnen und- pati­enten, Menschen mit schweren Erkran­kungen oder bei kompli­zierten Opera­tionen benö­tigt. Jetzt gilt es, die Termine hoch auszu­lasten, um nicht in Schräg­lage zu geraten.
Die Heraus­for­de­rungen für die Blut­ver­sor­gung werden durch den demo­gra­fi­schen Wandel zusätz­lich verschärft. Die deut­sche Bevöl­ke­rung altert zuneh­mend, gleich­zeitig werden die nach­fol­genden Gene­ra­tionen kleiner. Zugleich errei­chen die gebur­ten­starken Jahr­gänge der soge­nannten Baby­boomer das Renten­alter. Damit wächst die Zahl älterer Menschen, die medi­zi­nisch versorgt werden müssen, während gleich­zeitig weniger junge Menschen nach­kommen, die poten­ziell Blut spenden können. Diese Entwick­lung verän­dert die Struktur der Blut­spende bereits heute spürbar.
Der Welt­blut­spen­detag ist jedoch nicht nur ein Tag des Appells, sondern auch des Dankes. Gewidmet ist er den Menschen, die sich regel­mäßig und selbstlos mit ihrer Blut­spende in den Dienst der Gemein­schaft stellen. Ihr Enga­ge­ment ist Ausdruck gelebter Soli­da­rität, auf die sich tagtäg­lich tausende schwer­kranke und verletzte Menschen jeden Alters verlassen müssen.
Die DRK-Blut­spen­de­dienste appel­lieren insbe­son­dere an junge Erwach­sene und Erst­spen­de­rinnen und Erst­spender, sich mit dem Thema Blut­spende ausein­an­der­zu­setzen und Verant­wor­tung zu über­nehmen. Jede einzelne Blut­spende kann Leben retten.
Auf geht’s zur Blut­spende: Alle geplanten Blut­spen­de­ter­mine für Juni 2026 sind beigefügt.
Eine entspre­chende Reser­vie­rung im Vorfeld ist erfor­der­lich.

Alle aktu­ellen Termine des laufenden Monats, even­tu­elle Ände­rungen sowie Infor­ma­tionen
rund um das Thema Blut­spende sind kosten­frei unter 0800 11 949 11 (Mo-Do 8.00 bis 17.00 Uhr,
Fr 8.00 bis 16.00 Uhr) oder unter www.blutspendedienst.com tages­ak­tuell abrufbar. Face­book
und Insta­gram: @blutspendebayern. Die aktu­elle Podcast-Folge gibt es hier.

Hinter­grund­in­for­ma­tionen über die Blut­spende in Bayern

Wer Blut spenden kann:
Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag Frauen können viermal, Männer sechsmal inner­halb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blut­spenden muss ein Mindest­ab­stand von 56 Tagen liegen. Zur Blut­spende mitzu­bringen ist unbe­dingt ein amtli­cher Licht­bild­aus­weis wie Perso­nal­aus­weis, Reise­pass oder Führer­schein (jeweils das Original) und der Blut­spen­de­aus­weis. Bei Erst­spen­dern genügt ein amtli­cher Licht­bild­aus­weis.


Darum ist Blut­spenden beim BRK so wichtig:

Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blut­kon­serven benö­tigt. Mit einer Blut­spende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blut­spende ist Hilfe, die ankommt und schwerst­kranken Pati­enten eine Über­le­bens­chance gibt.


Der Blut­spen­de­dienst des BRK (BSD):
Der BSD wurde 1953 vom Baye­ri­schen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versor­gung mit Blut­pro­dukten in Bayern sicher­zu­stellen. Er trägt die Rechts­form einer gemein­nüt­zigen GmbH. Als modernes phar­ma­zeu­ti­sches Unter­nehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im baye­ri­schen Gesund­heits­wesen. Mit seinen über 700 enga­gierten Mitar­bei­te­rinnen und Mitar­bei­tern, sowie zusätz­lich mehr als 300 frei­be­ruf­lich tätigen Spen­de­ärz­tinnen und Spen­de­ärzten und rund 9.000 ehren­amt­li­chen Helfe­rinnen und Helfern aus 72 Kreis­ver­bänden des BRK orga­ni­siert der BSD jähr­lich unge­fähr 4.000 mobile und 1.100 statio­näre Blut­spen­de­ter­mine.


Spen­der­ser­vice:
Alle Blut­spen­de­ter­mine und weiter­füh­rende Infor­ma­tionen für Spender und an der Blut­spende Inter­es­sierte, beispiels­weise zum kosten­losen Gesund­heits­check, sind unter der kosten­losen Hotline des Blut­spen­de­dienstes 0800 11 949 11 (Mo-Do 8.00 bis 17.00 Uhr, Fr 8.00 bis 16.00 Uhr) oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar.

Wir empfehlen unsere Blut­spende App für iOS und Android (www.spenderservice.net): Indi­vi­du­elle Spende-Infos, Termin­er­in­ne­rungen und Blut­spende-Forum.
Medi­en­kon­takt:
Für Rück­fragen zu allen Pres­se­mit­tei­lungen sowie für weitere Infor­ma­tionen und Mate­ri­al­an­fragen kontak­tieren Sie unsere Pres­se­stelle: Patric Nohe, p.nohe@blutspendedienst.com; Tel.: 089/ 5399 4014. Oder besu­chen Sie die Pres­se­seite auf unserer Website.

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