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Aufhe­bung der Einschrän­kungen: Wasser-Spar­a­n­ord­nung der SWM läuft zum 1. August aus

02.08.2026 | Landkreis, Umwelt, Warnungen | 0 Kommentare

Spar­samer Wasser­ge­brauch dennoch ange­zeigt

  • SWM verzeichnen Rück­gang beim Wasser­ver­brauch
  • Weiterer Rück­gang in den Sommer­fe­rien zu erwarten
  • Die SWM danken allen, die durch ihr verant­wor­tungs­volles Handeln zur Stabi­li­sie­rung der Wasser­ver­sor­gung beigetragen haben
  • Lage aufgrund von Nied­rig­was­ser­si­tua­tion in Bayern weiter ange­spannt
  • Sorg­samer und spar­samer Umgang mit Trink­wasser bleibt weiterhin notwendig

Der Wasser­ver­brauch Münchens ist seit dem Erlass der Allge­mein­ver­fü­gung zur Wasser­nut­zung der Landes­haupt­stadt München und der Wasser-Spar­a­n­ord­nung der SWM am 14. Juli gesunken. Er vari­iert tage­weise, ist aber in der Gesamt­ten­denz in einen durch­schnitt­li­chen Bereich um die 330 Millionen Liter pro Tag zurück­ge­gangen. Für die kommenden Tage sehen die Verbrauchs­pro­gnosen der Stadt­werke München zwar einzelne Spitzen aufgrund der heißen Tempe­ra­turen, im Mittel aber einen weiteren Rück­gang aufgrund der bevor­ste­henden Sommer­fe­rien vor. Die Landes­haupt­stadt München hat auf dieser Basis entschieden, die bis einschließ­lich 1. August geltende Allge­mein­ver­fü­gung zur Wasser­nut­zung nicht zu verlän­gern (siehe Rathaus Umschau vom 30.7.26). Auch die Wasser-Spar­a­n­ord­nung der SWM läuft somit zum 1. August aus. Diese gilt über München hinaus für die Gemeinden und Orts­teile in der Region, die von den SWM mit Trink­wasser versorgt werden.

Florian Bieber­bach, Vorsit­zender der SWM Geschäfts­füh­rung:
„Ich danke allen, die durch einen verant­wor­tungs­vollen Umgang mit Wasser zur Stabi­li­sie­rung der Wasser­ver­sor­gung beigetragen haben. Aber auch wenn die Einschrän­kungen nun aufge­hoben werden können, ist weiterhin Maß halten erfor­der­lich. Denn: Das Wasserd­ar­gebot unserer Hang­quell- und Grund­was­ser­fas­sungen ist aufgrund der viel zu geringen Nieder­schläge in den vergan­genen 18 Monaten nach wie vor niedrig. Um weitere künf­tige Einschrän­kungen zu vermeiden, bitten wir deshalb drin­gend darum, das Trink­wasser auch weiterhin sorgsam und bewusst zu verwenden – und Wasser zu sparen, wo immer dies möglich ist.“

Aufgrund der über einen längeren Zeit­raum anhal­tenden Trocken­heit hat sich im Laufe der Zeit an zahl­rei­chen staat­li­chen Grund­was­ser­mess­stellen und Quellen in Südbayern eine sehr ausge­prägte Nied­rig­was­ser­si­tua­tion einge­stellt. Der Nied­rig­wasser-Lage­be­richt des Baye­ri­schen Landes­amtes für Umwelt vom 24. Juli 2026 (siehe hier) weist für das laufende Abfluss­jahr ein Nieder­schlags­de­fizit von rund 32 Prozent aus – nachdem bereits das Jahr 2025 zu trocken war. Gleich­zeitig wurde im Juni 2026 die bislang längste Hitze­welle seit Beginn der Beob­ach­tungen beschrieben.

Diese Kombi­na­tion aus anhal­tend unter­durch­schnitt­li­chen Nieder­schlägen und außer­ge­wöhn­lich hohen Tempe­ra­turen redu­ziert die Grund­was­ser­neu­bil­dung und wirkt sich unmit­telbar auf Quellen, ober­flä­chen­nahe Grund­was­ser­leiter und Fließ­ge­wässer aus. Aktuell zeigen 81 Prozent der ober­flä­chen­nahen Grund­was­ser­mess­stellen und Quellen sowie 74 Prozent der Mess­stellen der tieferen Grund­was­ser­stock­werke in Bayern nied­rige Verhält­nisse.

Grund­sätz­lich handelt es sich im Wasser­kreis­lauf um ein System, in dem auf natür­liche Weise ständig neu Wasser nach­ge­bildet wird. Aufgrund der klima­ti­schen Bedin­gungen befindet sich dieses System aktuell unter Anspan­nung. Aufgabe der SWM als Versorger ist es, bei der Wasser­be­wirt­schaf­tung darauf zu achten, dass sich Wasser­ge­win­nung und ‑verbrauch in einem ausge­wo­genen Verhältnis befinden. Sollte es erfor­der­lich werden, ist daher der erneute Erlass einer Wasser-Spar­a­n­ord­nung durch die SWM nicht auszu­schließen.

Da für die Zukunft damit zu rechnen ist, dass solche Ausnah­me­phasen häufiger auftreten, wird derzeit an einer Stra­tegie gear­beitet, um die Wasser­ver­sor­gung der Stadt München auch vor dem Hinter­grund sich verän­dernder klima­ti­scher Bedin­gungen wie anhal­tender Trocken­heit und Hitze­pe­ri­oden lang­fristig sicher­zu­stellen. Dabei werden unter­schied­liche Maßnahmen betrachtet – von der nach­hal­tigen Nutzung bestehender Wasser­res­sourcen über Verbrauchs­ma­nage­ment und Infra­struk­tur­maß­nahmen bis hin zu wasser­recht­li­chen Frage­stel­lungen.
Aufhe­bung der Einschrän­kungen: Wasser-Spar­a­n­ord­nung der SWM läuft zum 1. August aus

Fran­ziska Herr, Land­ratsamt München

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