Stadt Augs­burg tritt der Aktion Zukunft+ bei

17.06.2026 | Landkreis, Umwelt, Aktuelles | 0 Kommentare

Neues Betei­li­gungs­mo­dell ermög­licht Über­nahme des Konzepts der Aktion Zukunft+ in anderen Regionen

Die Stadt Augs­burg nutzt als erste Kommune das neu entwi­ckelte Betei­li­gungs­mo­dell der Aktion Zukunft+. Nach der Unter­zeich­nung der Zweck­ver­ein­ba­rung haben der Land­kreis München und die Stadt Augs­burg die Zusam­men­ar­beit offi­ziell aufge­nommen. Ziel ist es, das bewährte Konzept der Aktion Zukunft+ in den kommenden Monaten auch in Augs­burg umzu­setzen und damit künftig auch dort Klima­schutz­pro­jekte vor Ort sowie welt­weit zu unter­stützen.

Die Aktion Zukunft+ wurde 2023 durch den Land­kreis München initi­iert. Seit 2024 ist auch der Nach­bar­land­kreis Ebers­berg als Projekt­partner mit an Bord. Umge­setzt wird das Klima­schutz­pro­jekt in Koope­ra­tion mit der Ener­gie­agentur Ebers­berg-München. Bürge­rinnen und Bürger, Unter­nehmen, Orga­ni­sa­tionen und Kommunen können über Zukunft+ Zerti­fi­kate Klima­schutz­pro­jekte fördern. Ein Zerti­fikat steht dabei für eine Tonne CO₂. Die Beiträge fließen zu glei­chen Teilen in Projekte in der Region und in veri­fi­zierte Klima­schutz­pro­jekte im Globalen Süden. Allein im Jahr 2025 spen­deten Unter­nehmen, Kommunen und Privat­per­sonen über 620.000 Euro in die Projekte der Aktion Zukunft+.

Mit dem neuen Betei­li­gungs­mo­dell stellt der Land­kreis München nun anderen Kommunen das nötige Werk­zeug zur Verfü­gung, um die Aktion Zukunft+ auf dem eigenen Gebiet umzu­setzen. Die Betei­li­gungs­partner erhalten dazu sämt­liche Infor­ma­tionen, Unter­lagen und Mate­ria­lien zur Projekt­idee und Konzep­tion, Vorlagen für die Öffent­lich­keits­ar­beit sowie die tech­ni­sche Infra­struktur samt Website. Im Gegenzug entrichten die betei­ligten Kommunen eine Beitritts­ge­bühr an den Land­kreis München.

„Nicht jede Kommune muss ein solches Instru­ment von Grund auf neu entwi­ckeln. Gerade beim Klima­schutz gewinnen wir wich­tige Zeit, wenn wir funk­tio­nie­rende Lösungen teilen und gemeinsam weiter­ent­wi­ckeln“, sagt Landrat Chris­toph Göbel. „Mit der Aktion Zukunft+ haben wir ein recht­lich, fach­lich und prak­tisch erprobtes Modell geschaffen. Dass Augs­burg als erste Kommune unser neues Betei­li­gungs­mo­dell nutzt, ist ein starkes Signal. Es zeigt: Kommu­naler Klima­schutz wirkt am besten, wenn er konkret, trans­pa­rent und gemeinsam orga­ni­siert ist.“

Augs­burg setzt auf erprobtes Modell

Die Stadt Augs­burg hatte Ende 2024 offi­ziell ihr Inter­esse an einer Betei­li­gung an der Aktion Zukunft+ bekundet. Voraus­ge­gangen waren Abstim­mungen zwischen den Verwal­tungen. Dabei zeigte sich, dass die Betei­li­gung an der Aktion Zukunft+ für Augs­burg gegen­über dem Aufbau eines eigenen Modells deut­liche Vorteile bietet.
Augs­burg kann damit die Vorgaben des eigenen Blue City Klima­schutz­pro­gramms erfüllen. Dieses sieht vor, lokale Ausgleichs­mög­lich­keiten für nicht vermeid­bare Emis­sionen zu schaffen. Zugleich profi­tiert die Stadt von einem bereits vorhan­denen und in der Praxis bewährten System. Das spart Zeit, redu­ziert Kosten und schafft eine solide Grund­lage für die Umset­zung.

Augs­burgs Ober­bür­ger­meister Dr. Florian Freund sagt dazu: „Die Betei­li­gung an der Aktion Zukunft+ ist für Augs­burg ein wich­tiger Schritt, um Klima­schutz konkret vor Ort weiter zu veran­kern und auf der Basis von unserem „Blue City“ Klima­schutz­pro­gramm weiter­zu­gehen. Wir schaffen damit eine praxis­nahe Möglich­keit, unver­meid­bare Emis­sionen auszu­glei­chen und gleich­zeitig regio­nale Projekte zu stärken. Beson­ders freut mich, dass auch unsere Wirt­schaft dieses Angebot aktiv annimmt und mitge­staltet.“


Inter­esse aus der Augs­burger Wirt­schaft
Auch Unter­nehmen aus dem Blue City Klima­pakt Wirt­schaft der Stadt Augs­burg zeigen großes Inter­esse an dem Angebot. Für sie eröffnet die Aktion Zukunft+ die Möglich­keit, eigene nicht vermeid­bare CO₂-Rest­emis­sionen frei­willig auszu­glei­chen und zugleich Klima­schutz­pro­jekte vor Ort in der Region zu unter­stützen. Erste Projekt­ideen für Augs­burger Klima­schutz­pro­jekte liegen bereits vor. Gemein­sames Ziel ist ein lang­fristig trag­fä­higes System, von dem beide Seiten profi­tieren: Augs­burg erhält ein effi­zi­entes Instru­ment für regional veran­kerten Klima­schutz. Der Land­kreis München entwi­ckelt die Aktion Zukunft+ stra­te­gisch weiter und stärkt den kommu­nalen Austausch.


Austausch im kommu­nalen Arbeits­kreis
Im Rahmen des neuen Betei­li­gungs­mo­dells richtet der Land­kreis München zudem einen Arbeits­kreis für die betei­ligten Partner ein. Dieser dient insbe­son­dere dem Wissens- und Infor­ma­ti­ons­transfer zwischen den betei­ligten Kommunen.
So sollen Erfah­rungen ausge­tauscht, neue Klima­schutz­pro­jekte bespro­chen und gemein­same Ideen weiter­ent­wi­ckelt werden.
Der Land­kreis München möchte das Betei­li­gungs­mo­dell künftig weiteren Städten und Land­kreisen anbieten. Erste viel­ver­spre­chende Gespräche mit inter­es­sierten Kommunen haben dazu bereits statt­ge­funden.
Kommunen, die sich für eine Betei­li­gung an der Aktion Zukunft+ inter­es­sieren, können sich an Phillip Dafe, Projekt­leiter im Sach­ge­biet Energie und Klima­schutz im Land­ratsamt München wenden (Tel.: 089/6221–1506; E‑Mail: DafeP@lra- m.bayern.de).
Weitere Infor­ma­tionen zur Aktion Zukunft+ gibt es auf der Projekt­web­site unter www.aktion-zukunft-plus.de

Fran­ziska Herr, Land­ratsamt München

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