Die Delegation aus der Mongolei zusammen mit Landrat Christoph Göbel (5. v. l.), Ochmaa Göbel, Präsidentin der Deutsch-Mongolischen Gesellschaft e. V. (7. v. l.), Ulaanbaatars Bezirksbürgermeister Ulzii-Orshikh Sumyabaatar (9. v. l.), Erstem Bürgermeister Dr. Stefan Straßmair (6. v. l.) und Kreisbrandrat Harald Stoiber (8. v. r.) vor dem neuen alten Einsatzfahrzeug. Fotos LRA München

Drittes Leben für Lösch­fahr­zeug

20.10.2026 | Landkreis, Polizei & Feuerwehr | 0 Kommentare

Ehema­liges Ausbil­dungs­fahr­zeug des Land­kreises soll künftig in der mongo­li­schen Haupt­stadt Ulaan­baatar zum Einsatz kommen

Nach 26 Einsatz­jahren im Dienst der Feuer­wehr Arget und drei weiteren als Ausbil­dungs­fahr­zeug des Land­kreises München bekommt ein Lösch­fahr­zeug aus dem Jahr 1997 eine neue Aufgabe: Mithilfe einer Bundes­för­de­rung über Enga­ge­ment Global soll es künftig Einsatz­kräfte in der mongo­li­schen Haupt­stadt Ulaan­baatar dabei unter­stützen, Brände zu bekämpfen und Menschen­leben zu retten.

Unter­zeichnen im Beisein von Kreis­brandrat Harald Stoiber, Hohen­brunns Erstem Bürger­meister Dr. Stefan Straß­mair und Feuer­weh­r­in­ge­nieur Batchu­luun Baldorj (v.l.n.r.) die Schen­kungs­ur­kunde: Landrat Chris­toph Göbel und Bezirks­bür­ger­meister Ulzii-Orshikh Sumy­a­baatar

Eine Dele­ga­tion aus Ulaan­baatar unter der Leitung des Bezirks­bür­ger­meis­ters Ulzii-Orshikh Sumy­a­baatar unter­zeich­nete am vergan­genen Sonntag im Feuer­wehr­ge­rä­te­haus in Hohen­brunn die Schen­kungs­ur­kunde. Dort konnten die Gäste das Fahr­zeug auch gleich besich­tigen. Ein mitge­reister Inge­nieur hatte zuvor eine ausführ­liche Einwei­sung in die Bedie­nung des Fahr­zeugs und seiner Ausstat­tung erhalten.

Feuer­weh­r­in­ge­nieur Batchu­luun Baldorj wird von Kreis­brand­meister Wilhelm Feld­meier in die Ausstat­tungs­technik einge­wiesen. Ochmaa Göbel, Dolmet­scherin und Präsi­dentin der Deutsch-Mongo­li­schen Gesell­schaft e. V., setzte sich für die Schen­kung ein und sorgte für eine reibungs­lose Verstän­di­gung zwischen den Feuer­wehr­ex­perten.

In Ulaan­baatar leben rund 1,5 Millionen Menschen und damit knapp die Hälfte der Bevöl­ke­rung der Mongolei. Neben dicht bebauten Stadt­vier­teln gibt es auch zahl­reiche länd­lich geprägte Sied­lungs­ge­biete. Für diese unter­schied­li­chen Einsatz­be­din­gungen eignet sich das vergleichs­weise kleine Feuer­wehr­fahr­zeug gut. Es ist wendig und gelän­de­gängig.

„Ich freue mich sehr, dass unser außer Dienst gestelltes Ausbil­dungs­fahr­zeug ein drittes Leben erhält und künftig dazu beitragen kann, in der Mongolei Menschen­leben zu retten. Möglich machen das die Förde­rung des Bundes und der Einsatz unserer Kreis­brand­in­spek­tion“, so Landrat Chris­toph Göbel, der die Situa­tion in Ulaan­baatar aus eigener Anschauung kennt. Durch die Förde­rung von Enga­ge­ment Global konnte das Fahr­zeug sowohl gene­ral­über­holt als auch mit der nötigen Ausstat­tung versehen werden.

Chris­tine Spiegel

Land­ratsamt München

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