Markus Böck (CSU) bleibt Erster Bürgermeister
Noch kurz vor Urnenschluss war Markus Böck fest davon überzeugt, dass er “auf jeden Fall in die Stichwahl muss”, wie er unserer Zeitung sagte. Doch zwei Stunden später, im 1. Stock des Bürgerhauses, im Nachbarschaftshilferaum, beim “Public Viewing” für Gemeinderäte und Listenkandidat*innen war’s klar: Mit 52,1% hatte es der amtierende 1.Bürgermeister über die 50 Prozent-Hürde geschafft und kann sich auf seine zweite Amtszeit freuen.

Bei einer Wahlbeteiligung (nur Bürgermeisterwahl) von 61,1 %, holte Markus Böck in 18 Wahllokalen (11 Urnen- und 7 Briefwahllokale) bei 4.829 gültigen Stimmen, für sich 2.518 Wählerstimmen.
Ein sensationelles Ergebnis fuhr der Kandidat der Oberschleißheimer Grünen, Christoph Münster mit 26,6 % und 1.284 Wählerstimmen ein. Damit rangiert er auf Platz 3 unter seinen Grünen-Kolleginnen und Kollegen im gesamten Landkreis München und ist in Oberschleißheim Erstunterlegener bei vier Bürgermeisterkandidaten.
Harald Müller von der SPD konnte bei 13,4 % als Drittplatzierter 647 Wählerstimmen für sich verbuchen und liegt damit weit unter seiner Erwartung und seinem Ergebnis bei der letzten Kommunalwahl als Bürgermeisterkandidat.
Mit 7,9 %, landete Casimir Katz von der FDP auf Platz 4 und konnte 380 Wählerstimmen für sich gewinnen. “Das war mehr als letztes Mal (auch er hatte wie Böck und Müller 2020 für das Bürgermeisteramt kandidiert), aber weniger als ich erwartet hatte”, sagte er.
Enttäuscht zeigte sich auch Harald Müller: “Klar bin ich enttäuscht, ich hatte mir echt mehr erwartet. Ich freue mich aber, dass junge Menschen, wie Christoph Münster so gut abgeschnitten haben und gratuliere auch Markus Böck ganz herzlich zum Sieg!”
Christoph Münster führte sein gutes Ergebnis auf die sozialen Themen zurück, die er im Wahlkampf gesetzt hatte. Auch dass er für die Erhaltung des Hallenbades gekämpft hatte, verschaffte ihm die Wählergunst.
Bei Markus Böck hörte man deutlich einen Stein vom Herzen plumpsen. Bei dem überparteilichen Stelldichein, zu dem er schon im Vorfeld der Wahl eingeladen hatte, sagte er: “Ich bin sehr dankbar und freue mich sehr auf meine zweite Amtszeit.” An seine Kritiker gerichtet versprach er: “Ich habe Eure Kritik gehört, nehme sie ernst und mir zu Herzen und lerne täglich hinzu. Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit in den nächsten 6 Jahren”.
“Schönheit gewinnt immer”, feixte Stefanie Haselbeck, Nr. 1 auf der CSU Kandidatenliste, in Anspielung auf den jüngsten Kritik-Artikel im Wahlkampf “Der schöne Markus”, mit einem Augenzwinkern.
However — schön war’s jedenfalls, dass alle Gemeinderatsparteien zum Schluss im Nachbarschaftshilferaum an einem Tisch saßen und gemeinsam gespannt auf die Auszählung der Gemeinderatssitze warteten — und wie sich herausstellte, kann das noch bis tief in die Nacht dauern.
Alle Wahlhelferinnen und Wahlhelfer sind doch die wahren Helden der Wahl und vor allem diejenigen, die eine solche Kommunalwahl vorbereiten. So sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauptamts mindestens eine Woche lang Tag und Nacht damit beschäftigt, einen reibungslosen Ablauf der Wahl vorzubereiten. Herzlichen Dank dafür!
Ingrid Lindbüchl







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