Hallenbad Oberschleißheim

Hallenbad: Schlie­ßungen verhin­dern, Sanie­rungen sichern!

07.04.2026 | Landkreis, Aktuelles | 0 Kommentare

Köhler und Büchler fordern höhere Zuschüsse für öffent­liche Schwimm­bäder im Land­kreis München

Mehr als die Hälfte der öffent­li­chen Schwimm­bäder in Bayern sind sanie­rungs­be­dürftig – das betrifft auch die Kommunen im Land­kreis München. Beson­ders deut­lich zeigt sich der Hand­lungs­be­darf am Schwimmbad Ober­schleiß­heim, das nur durch eine private Spende vorerst vor der Schlie­ßung bewahrt werden konnte. Die Grünen im Baye­ri­schen Landtag fordern deshalb eine deut­liche Aufsto­ckung der staat­li­chen Zuschüsse, um weitere Schlie­ßungen zu verhin­dern und drin­gend notwen­dige Sanie­rungen zu ermög­li­chen.

Nach aktu­ellen Erhe­bungen sind bayern­weit hunderte Bäder in einem sanie­rungs­be­dürf­tigen Zustand. Die Kommunen stehen vor Inves­ti­tionen in Milli­ar­den­höhe. Für viele Städte und Gemeinden – auch im Land­kreis München – ist das alleine nicht zu stemmen.

Der Grüne Land­tags­ab­ge­ord­nete Markus Büchler, selbst Ober­schleiß­heimer, betont:
„Schwimm­bäder wie in Ober­schleiß­heim sind weit mehr als Orte für Frei­zeit­spaß. Sie sind ein zentraler Baustein der Daseins­vor­sorge. Hier lernen Kinder schwimmen, hier trai­nieren Vereine, hier findet Gesund­heits- und Reha­sport statt. Wenn wir Bäder schließen oder Sanie­rungen auf die lange Bank schieben, gefährden wir ganz konkret die Sicher­heit unserer Kinder.“

Auch die haus­halts­po­li­ti­sche Spre­cherin der Grünen Land­tags­frak­tion, Claudia Köhler, fordert ein entschie­denes Umsteuern der Staats­re­gie­rung:
„Es kann nicht sein, dass Förder­pro­gramme auslaufen, während der Sanie­rungs­stau weiter­wächst. Wir brau­chen Planungs­si­cher­heit für unsere Kommunen im Land­kreis München. Das Sonder­pro­gramm zur Schwimm­bad­för­de­rung muss mindes­tens bis 2028 verlän­gert und finan­ziell deut­lich besser ausge­stattet werden.“

Johanna Zapf, Zweite Bürger­meis­terin in Unter­ha­ching kennt die Engpässe:

„Die Kommunen müssen sorg­fältig haus­halten. Wenn dann die Zuschüsse für frei­wil­lige Aufgaben wie unser Freibad nicht reichen, wird es eng. Das wäre schade, denn im Freibad Unter­ha­ching lernen die Kinder schwimmen, treffen sich und spor­teln Fami­lien und Senioren und Senio­rinnen. Viele Ehren­amt­liche wie die Wasser­wacht tragen zur Attrak­ti­vität des Bads bei, da muss auch der Frei­staat seine Haus­auf­gaben machen.“

Kritisch sehen beide Abge­ord­neten dabei die Prio­ri­tä­ten­set­zung der Staats­re­gie­rung. Büchler erklärt: „Wer zusätz­liche Millionen für Pres­ti­ge­pro­jekte wie ein Panda-Gehege bereit­stellt, darf bei der grund­le­genden Infra­struktur für unsere Fami­lien nicht knau­sern. Unsere Kinder brau­chen sichere Schwimm­bäder mehr als teure Symbol­po­litik.“

Köhler ergänzt:
„Inves­ti­tionen in unsere Schwimm­bäder sind Inves­ti­tionen in Bildung, Gesund­heit und Sicher­heit. Hier zu sparen, wäre kurz­sichtig und unver­ant­wort­lich.“

Köhler und Büchler fordern CSU und Freie Wähler auf, den Koali­ti­ons­ver­trag einzu­halten und die Finan­zie­rung des Sonder­pro­gramms zur Schwimm­bad­för­de­rung lang­fristig sicher­zu­stellen. Nur so können Einrich­tungen wie das Schwimmbad Ober­schleiß­heim moder­ni­siert, ener­ge­tisch saniert und dauer­haft erhalten werden.

Marion Seitz, Büro Claudia Köhler

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