Kehrtwende in der Causa Hallenbad: Bürgermeister Böck will jetzt die totale Öffentlichkeit
Weil die Diskussion um die im Haushaltsentwurf 2026 von der Verwaltung vorgeschlagene Schließung des gemeindlichen Hallenbades bei der Oberschleißheimer Bevölkerung massiven Widerstand hervorgerufen hatte, zog Bürgermeister Markus Böck am Montagabend bei der geplanten Finanzausschuss-Sitzung die Handbremse und vollzog die totale Kehrtwende.
Hatte er in der Gemeinderatssitzung vor der Weihnachtspause noch gegen die Einrichtung eines Arbeitskreises Hallenbad gestimmt und auch abgelehnt, wie in dem Antrag der Grünen Fraktion gefordert, dem Arbeitskreis Hallenbad genaue Zahlen und Daten zur Verfügung zu stellen, so sagte er am Montagabend vor mehr als 100 Zuschauern im Sitzungssaal: “Ich möchte der öffentlichen Diskussion um die Schließung des Hallenbades Raum geben (…) und offene Gespräche mit allen Verantwortlichen der Vereine und Verbände führen, die das Hallenbad nutzen.”
Deswegen vertage er die Finanzausschuss-Sitzungen und berufe eine öffentliche Sondersitzung “Hallenbad” für nächsten Dienstag, den 10. Februar im Bürgersaal ein. “Damit auch alle Interessierten einen Sitzplatz bekommen”, ergänzte er. Dafür erntete der Bürgermeister Applaus von den Zuschauern.

Vor dem Rathaus ging nach Beendigung der “Sitzung” die brisante Diskussion weiter. (Bild rechts)

Mehr als 100 Interessierte waren am Montagabend in den Sitzungssaal gekommen, um die Diskussion des Finanzausschusses zur Hallenbadschließung zum 1. April 2026 und vor allem die Abstimmung zu verfolgen. Nach der Absage der beiden geplanten Finanzausschuss-Sitzungen und der Inaussichtstellung neuer Gespräche mit den Bürgermeistern der Nachbargemeinden Garching, Karlsfeld und Haimhausen und einem geplanten runden Tisch mit sämtlichen Vereinen und Verbänden, die das Oberschleißheimer Hallenbad nutzen, fielen den meisten merklich Steine vom Herzen:
“Ich freue mich, dass der Bürgermeister an diesem so wichtigen Thema nun doch die Öffentlichkeit beteiligt und ich hoffe, dass sich in der Sondersitzung neue Chancen, zumindest für die nächsten zwei Jahre, für das Hallenbad auftun”, sagte Michael Reiner, der technische Leiter der DLRG nach der Bekanntgabe des Bürgermeisters.
Mit ihm schöpften viele andere von der Schließung Betroffene, die auch zur Sitzung gekommen waren, wieder neue Hoffnung. So auch die zwei Grundschullehrerinnen aus Haimhausen. Für sie sei das Schwimmenlernen in der Grundschule unabdingbar, der Erwerb eines grundlegenden Bildungsbausteins und Oberschleißheim die einzige Möglichkeit den Schwimmunterricht abzuhalten. Gleiches gelte für die Bavarian International School in Haimhausen.

Viele Oberschleißheimer Grundschüler brachten selbstgemalte Bilder und Appelle an den Bürgermeister in Briefform mit.





Ingrid Lindbüchl




Guten Abend Frau Lindbüchl, wir sind alle bei Ihnen. Herr Böck hat einen Brief an das Staatsministerium geschrieben mit der Bitte um Unterstützung. Er hat auch alle Parteien in OSH gebeten um ihre Kontakte zu nutzen und einen Weiterbetrieb des Hallenbades zu gewährleisten. Nutzen nun auch Sie, als Mitglied im Kreistag, ihre guten Kontakte um die in ihrem Kommentar benannten Kinder, Eltern und Senioren zu unterstützen, wir alle sind aufgefordert, selbst ich als Bürger nutze mein Kontakte um das Hallenbad weiter zu betreiben. Dies ist nur gemeinsam im Schulterschluss zu meistern, wenn überhaupt. Die Bürgerschaft würde es Ihnen danken. Die Kinder die auch leidtragende wären, sollte man aber aus dieser emotional geführten Debatte, trotzdem aussen vor lassen, dies sollten Erwachsene lösen.
Wunsch erfüllt, Ihr Beitrag obsolet.
https://schleissheimer-zeitung.de/aktuelles/gruene-sehen-staatsregierung-am-zug/