Bürgermeisterkolleginnen- und kollegen im gesamten Landkreis München sind erschüttert
Der ehemalige Aschheimer Bürgermeister Thomas Glashauser (51) ist am Dienstagabend bei einem tragischen Ernteunfall in Kirchheim ums Leben gekommen.
Glashauser war seit 2014 Bürgermeister in Aschheim und musste seine zweite Amtszeit ab 2020, nur zwei Jahre später, im September 2022, wegen eines Burnout-Syndroms vorzeitig beenden. Im August 2024 wurde er offiziell wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt.
Ohne die Last des Amtes befand sich Glashauser in der letzten Zeit auf dem Weg der Besserung und orientierte sich neu im Leben. Umso tragischer erleben seine Amtskollegen und Wegbegleiter nun seinen Tod.
Landrat Christoph Göbel würdigte tiefbetroffen in seinem Rundschreiben an die Kreisrätinnen und Kreisräte, Thomas Glashauser als einen “hoch geschätzten Menschen und herausragenden, verdienten Politiker, dem das Wohlergehen seiner Heimatgemeinde Aschheim, des ganzen Landkreises München und aller Menschen bei uns sehr am Herzen lag”. 2023 war Glashauser als Nachrücker in den Kreistag gekommen.
CSU-Amtskollege, Oberschleißheims 1. Bürgermeister Markus Böck, hatte Thomas Glashauser in seiner ersten Amtszeit als “sympathischen, lustigen, engagierten und zuverlässigen Kollegen” erlebt. Nur zu gut weiß er selbst, wie sehr ein Bürgermeisteramt “einen förmlich auffressen kann” und es nicht verwunderlich sei, wenn man in ein Burnout gerate. “Der plötzliche und völlig unerwartete Tod meines ehemaligen Kollegen bestürzt mich tief und ich wünsche seiner Familie viel Kraft in diesen schweren Stunden”, drückte Böck sein Beileid aus.
Wie es bei der Kartoffelernte zu dem tödlichen Unfall kommen konnte, wird derzeit noch untersucht. Glashauser wurde nach dem Sturz von der Erntemaschine von dieser überrollt und zog sich schwerste Verletzungen zu, an denen er im Krankenhaus verstarb. IL




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