Gesundheitsamt rät vom Baden in den betroffenen Gewässern ab
Das Gesundheitsamt München Land hat am Freitag, 14.08.2026 Wasserproben am Mallertshofer See genommen und diese auf Cyanobakterien untersuchen lassen. Grund für die Probenahmen war ein Hinweis aus der Bevölkerung, da der Mallertshofer See kein offizielles Badegewässer ist und daher auch nicht routinemäßig durch das Gesundheitsamt überwacht wird.
In den Wasserproben konnte ein vereinzeltes Vorkommen von nicht-freischwimmenden (benthische) Cyanobakteriengattungen nachgewiesen werden, darunter auch die Gattung Tychonema, welche Giftstoffe, sogenannte Cyanotoxine produzieren kann. Tychonema kann bei massenhaftem Auftreten rötliche Algenmatten am Gewässergrund bilden oder haftet an Wasserpflanzen, Steinen oder Treibholz. Der direkte Kontakt mit sichtbaren rötlichen Algenmatten sollte unbedingt vermieden werden.
Eine Gesundheitsgefährdung für Mensch und Tier ist möglich. Wir bitten daher dringend, insbesondere auf Kinder zu achten, dass diese nicht im Uferbereich spielen oder gar ins Wasser gehen. Insbesondere Kleinkinder sind gefährdet, wenn sie beim Spielen bzw. beim Aufenthalt am Ufer bewachsene Wasserpflanzen oder Treibgut in den Mund nehmen und dadurch größere Mengen der Giftstoffe verschlucken.
Auch Hunde und andere Tiere sind gegenüber Cyanobakterientoxinen sehr empfindlich und sollten vom Wasser ferngehalten werden und nicht aus dem Bach trinken oder darin baden. Hunde werden vermutlich durch den erdigen, modrigen Geruch der Cyanobakterien angelockt, sodass sie diese aktiv fressen. Es kann bei Hunden und anderen Tieren zu tödlichen Vergiftungen kommen, wenn größere Toxinkonzentrationen aufgenommen werden. Dies kann z.B. passieren, wenn sie sich nach dem Baden das Fell ablecken oder abgelöste Algenmatten fressen.
Bei hohen Temperaturen und wenigen Niederschlägen herrschen für eine Vermehrung von Cyanobakterien sehr günstigen Bedingungen. Daher wird aufgrund der Gesundheitsgefahr für Mensch und Tier vor dem Baden und Kontakt mit Wasser drigend abgeraten!
Blaualgen im Heimstettener See nachgewiesen
Bei der routinemäßigen Überwachung der Badeseen im Landkreis München sind jetzt auch im Heimstettener See Anzeichen für eine vermehrte Blaualgenentwicklung aufgefallen. In der am Südufer entnommenen Wasserprobe konnten einzelne Cyanobakterien-gattungen nachgewiesen werden. Das Gesundheitsamt München Land rät daher bis auf Weiteres vom Baden im gesamten Heimstettener See ab. Es werden entsprechende Hinweisschilder am See platziert. Ein Badeverbot ist in Anbetracht der Gesamtsituation bei den derzeit nicht stark ausgeprägten visuellen Auffälligkeiten, dem aktuell nicht stark erhöhten Vorkommen von Blaualgen sowie der Wetterprognose für die nächsten Tage nicht angezeigt.
Eine Gesundheitsgefährdung für Menschen und Tiere kann dennoch nicht ausgeschlossen werden. Daher werden Gäste des Heimstettener Sees gebeten, die Warnung ernst zu nehmen und insbesondere auch auf Kinder zu achten. Hunde und andere Tiere sollten ebenfalls vom Wasser ferngehalten werden und nicht aus dem See trinken oder darin baden. Das Gesundheitsamt wird die
Entwicklung im Blick behalten und weitere Kontrollen durchführen. Auf Badevergnügen im Deininger Weiher muss weiterhin verzichtet werden.
Aufgrund der immer noch sichtbaren Schlieren bzw. Algenteppiche und der weiterhin auffälligen Wasseranalysen, kann für den Deininger Weiher derzeit noch keine Entwarnung gegeben werden. Das Badeverbot bleibt daher noch
bestehen. Das für die nächsten Tage vorausgesagte Wetter mit kühleren Temperaturen und Niederschlägen könnte sich positiv auf die Entwicklung auswirken.
Das Gesundheitsamt München Land kontrolliert den Deininger Weiher weiterhin engmaschig und informiert, sobald das Badeverbot wieder aufgehoben werden kann.
Weitere Informationen hierzu unter folgendem Link: Gesundheit: Cyanobakterien („Blaualgen“)
Christine Spiegel, Landratsamt München




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