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Bahn­über­gang Ober­schleiß­heim: Kommt jetzt die Lösung für den Dauer­stau?

22.10.2026 | Aktuelles, Ankündigungen | 1 Kommentar

Gemein­derat stellt Vorpla­nung für die kreu­zungs­freie Besei­ti­gung des Bahn­über­gangs vor

Ober­schleiß­heim steht vor einer wich­tigen Weichen­stel­lung für die Verkehrs­zu­kunft: In der Gemein­de­rats­sit­zung am Dienstag, 27. Oktober 2026, soll die abge­schlos­sene Vorpla­nung für die „Höhen­frei­ma­chung des Bahn­über­gangs Ober­schleiß­heim“ vorge­stellt werden. Damit könnte die seit Langem erwar­tete und zugleich kontro­vers disku­tierte Lösung für die stau­be­las­tete Orts­durch­fahrt der B 471 konkreter werden.

Die Bedeu­tung des Tages­ord­nungs­punkts zeigt sich bereits an seiner Plat­zie­rung: Bürger­meister Böck hat das Thema an die Spitze der Tages­ord­nung gesetzt. Zudem findet die Sitzung nicht wie üblich Sitzungs­saal im Rathaus, sondern im Bürger­saal des Bürger­zen­trums statt. Das Rathaus erwartet offenbar großes öffent­li­ches Inter­esse an den vorge­stellten Planungen.

Unter­füh­rung oder Über­füh­rung?

Im Mittel­punkt steht die Frage, wie der Bahn­über­gang künftig kreu­zungs­frei gestaltet werden kann. Ziel ist es, die Behin­de­rungen durch die Schran­ken­an­lage zu besei­tigen und den Verkehrs­fluss auf der B 471 zu verbes­sern.

Im Rahmen der Vorpla­nung wurden unter­schied­liche bauliche Lösungen betrachtet. Im Fokus steht die Besei­ti­gung der Schran­ken­an­lage durch ein Über­wer­fungs­bau­werk. 
Ein Über­wer­fungs­bau­werk ist ein Bauwerk, mit dem zwei Verkehrs­wege auf unter­schied­li­chen Höhen geführt werden, sodass sie sich kreu­zungs­frei über­queren können. Es gibt dann keinen höhen­glei­chen Bahn­über­gang mehr und damit auch keine Schranken, die den Stra­ßen­ver­kehr wegen durch­fah­render Züge anhalten.

Eine mögliche Vari­ante ist die Tiefer­le­gung der Straße in Form einer Unter­füh­rung, bei der die B 471 unter den Bahn­gleisen hindurch­ge­führt wird. Bisher wurde von allen Seiten eine Stra­ßen­un­ter­füh­rungs­lö­sung für tech­nisch und finan­ziell kaum darstellbar ange­sehen.

Welche Lösung die Planer konkret vorschlagen und welche Auswir­kungen sie auf Verkehr, Umfeld und Bauab­lauf haben könnte, dürfte daher zu den beson­ders aufmerksam verfolgten Punkten der Sitzung gehören. 

Planung seit 2023 – Auftrag 2024 vergeben

Die Planungen gehen auf einen längeren Abstim­mungs­pro­zess zwischen der Gemeinde, dem Frei­staat Bayern und der Deut­schen Bahn zurück. Im August 2023 wurde ein gemein­sames Memo­randum of Under­stan­ding zur Besei­ti­gung des Bahn­über­gangs verein­bart. Die Planungs­leis­tungen wurden im September 2024 für rund 1,19 Millionen Euro vergeben. Der beauf­tragte Planer sollte bis Ende 2026 eine trag­fä­hige Lösung erar­beiten.

Das Vorhaben wird als Gemein­schafts­maß­nahme nach dem Eisen­bahn­kreu­zungs­ge­setz umge­setzt. Betei­ligt sind die Gemeinde Ober­schleiß­heim, der Frei­staat Bayern – vertreten durch das Staat­liche Bauamt Frei­sing – und die Deut­sche Bahn.

Ein Thema mit weit­rei­chenden Folgen

Die Besei­ti­gung des Bahn­über­gangs ist für Ober­schleiß­heim von erheb­li­cher verkehr­li­cher Bedeu­tung. Die Schranken führen immer wieder zu Warte­zeiten und Rück­staus auf der B 471. Eine kreu­zungs­freie Lösung soll diese Situa­tion grund­le­gend verän­dern.

Gleich­zeitig sind mit einem solchen Baupro­jekt erheb­liche Eingriffe und Kosten verbunden. Die konkrete Ausge­stal­tung der Lösung dürfte deshalb auch weiterhin Gegen­stand der öffent­li­chen Diskus­sion bleiben.

Die Gemein­de­rats­sit­zung beginnt am Dienstag, 27. Oktober 2026, um 19.30 Uhr im Bürger­saal des Bürger­zen­trums Ober­schleiß­heim.
Mit der Vorstel­lung der Vorpla­nung könnte die Diskus­sion über die künf­tige Gestal­tung des Bahn­über­gangs in eine neue Phase eintreten.

Harald Müller

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1 Kommentar

  1. Leider gibt’s halt kein Gesamt­kon­zept, immer werden nur die einzelnen Brenn­punkte disku­tiert — vor Jahr­zehnten wurde schon eine Umge­hungs­straße von der Ausfahrt Neuher­berg über die Ausfahrt Ober­schleiss­heim nach Unter­schleiß­heim ins Spiel gebracht … in Verbin­dung mit einem Klee­blatt würde die B471 nicht mehr als Ausweich­route benutzt und der Bahn­über­gang würde aus der Diskus­sion verschwinden!

    Da die Staats­straße von Feld­moching kommend verlegt werden soll, müsste nur ein relativ kurzes Stück verbunden werden — wäre das so viel teurer als ein extrem aufwen­diges „Über­wer­fungs­bau­werk“, was zudem den Ort nicht vom Durch­gangs­ver­kehr befreit?

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