Quartiersspaziergang in Mittenheim mit Stefanie Haselbeck (vorne links) und Markus Büchler (hinten rechts)

In Mitten­heim ist ein neues Stück Ober­schleiß­heim entstanden

15.10.2026 | Unternehmen | 0 Kommentare

Bezahl­barer Wohn­raum und ein neuer Treff­punkt für die Nach­bar­schaft

Der Katho­li­sche Männ­erfür­sor­ge­verein München (kmfv) feierte am 14. Oktober 2026 mit einem Quar­tiers­spa­zier­gang die Fertig­stel­lung und den Bezug von 96 geför­derten Wohnungen im Ober­schleiß­heimer Orts­teil Mitten­heim. Vertreter aus Politik, Verwal­tung, Bauwirt­schaft und Planung konnten sich vor Ort ein Bild von dem neuen Wohn­quar­tier und dem dazu­ge­hö­rigen Quar­tiers­treff machen.

Ange­sichts der ange­spannten Lage auf dem Wohnungs­markt in der Metro­pol­re­gion München kommt dem Projekt in Mitten­heim eine beson­dere Bedeu­tung zu. Für viele Menschen, insbe­son­dere für Haus­halte mit nied­rigem Einkommen, ist es außer­or­dent­lich schwierig geworden, eine bezahl­bare Wohnung zu finden. Die neuen Wohnungen eröffnen Menschen, die auf geför­derten Wohn­raum ange­wiesen sind, neue Perspek­tiven in einem der teuersten Ballungs­räume Deutsch­lands.

Mit dem Quar­tiers­treff an der Ecke Adolf-Mathes-Stra­ße/­Birk­hahn­straße ist zugleich ein Ort der Begeg­nung entstanden. Hier sollen Kontakte geknüpft und ein leben­diges nach­bar­schaft­li­ches Mitein­ander geför­dert werden. Das Quar­tier verfolgt damit zwei Ziele: Es schafft drin­gend benö­tigten Wohn­raum und stärkt zugleich die sozialen Struk­turen im unmit­tel­baren Wohn­um­feld. Der Quar­tiers­treff soll als zentraler Anlauf­punkt für Begeg­nungen und gemein­schaft­liche Akti­vi­täten dienen.

Vertreter aus Politik, Verwal­tung und Bauwirt­schaft vor Ort

Den Auftakt des Quar­tiers­spa­zier­gangs bildete die Begrü­ßung durch Dietmar Bock, den Aufsichts­rats­vor­sit­zenden der KMFV Mitten­heim GmbH & Co. KG. Gruß­worte spra­chen Roman Dieners­berger, Minis­te­ri­alrat im Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­rium für Wohnen, Bau und Verkehr, sowie Nicola Gerhardt, die erste Stell­ver­tre­terin des Land­rats des Land­kreises München.

Für die musi­ka­li­sche Beglei­tung im Quar­tiers­treff sorgte Ronjan Anders mit krea­tiven, kriti­schen und queeren Songs.

Aufschluss­reiche Einblicke in Planung und Bau

An verschie­denen Stationen erhielten die Teil­nehmer Einblicke in die Entwick­lung des Quar­tiers, die archi­tek­to­ni­sche Planung, den Baufort­schritt und die bauli­chen Beson­der­heiten des Projekts. Auch die soziale Bedeu­tung des geför­derten Wohnungs­baus stand im Mittel­punkt.

Zu den Gesprächs­part­nern beim Rund­gang gehörten Stefanie Haselbeck(CSU), Zweite Bürger­meis­terin der Gemeinde Ober­schleiß­heim, Dr. Markus Büchler, MdL der Grünen aus Ober­schleiß­heim, Kathrin Bohnert vom kmfv, Michael Auer aus dem Bereich Immo­bi­lien und Bauwesen des kmfv, sowie Chris­tian Weigl, feder­füh­render Archi­tekt und Stadt­planer des Büros Goer­gens Miklautz Partner GmbH.

Bei sonnigem Herbst­wetter zeigte sich Stefanie Hasel­beck beein­druckt von dem Ergebnis. Die Zweite Bürger­meis­terin betonte: „Ich bin stolz und dankbar, dass mit den geför­derten Wohnungen in Mitten­heim ein bedeu­tendes Projekt für Ober­schleiß­heim verwirk­licht werden konnte. Hier wurde nicht nur Wohn­raum geschaffen – es wurde die Grund­lage für ein leben­diges Mitein­ander gelegt. Dafür gilt allen, die an diesem Projekt mitge­wirkt haben, mein herz­li­cher Dank.“

Chris­tian Weigl hob die erfolg­reiche und effi­zi­ente Zusam­men­ar­beit der betei­ligten Projekt­partner hervor. Auch die Gemein­de­ver­wal­tung und der Gemein­derat hätten sich in außer­ge­wöhn­li­cher Weise in das Projekt einge­bracht.

Eine gemein­same Pflanz­ak­tion am Quar­tiers­treff bildete den Abschluss der Bege­hung.

Bezahl­barer Wohn­raum als gemein­same Zukunfts­auf­gabe

Für Michael Auer vom kmfv ist das Projekt ein Beispiel dafür, wie Wohnungsbau und soziale Teil­habe mitein­ander verbunden werden können. Bezahl­barer Wohn­raum sei eine der wich­tigsten sozialen Zukunfts­fragen in der Region. Mit den 96 geför­derten Wohnungen entstünden konkrete Wohn­per­spek­tiven. Der Quar­tiers­treff solle darüber hinaus Begeg­nungen ermög­li­chen und die Nach­bar­schaft stärken.

Der kmfv enga­giert sich seit 75 Jahren in der Wohnungs­losen- und Straf­fäl­li­gen­hilfe. Mit mehr als 60 Fach­diensten, Einrich­tungen und Projekten unter­stützt der Verband Menschen in schwie­rigen Lebens­si­tua­tionen und begleitet sie auf dem Weg zur sozialen und beruf­li­chen Wieder­ein­glie­de­rung.

Die Fertig­stel­lung der 96 Wohnungen in Mitten­heim ist nicht nur ein bauli­cher Meilen­stein. Sie zeigt auch, welche Bedeu­tung die Zusam­men­ar­beit von Kommune, sozialen Trägern, Archi­tekten und Bauwirt­schaft bei der Bewäl­ti­gung der Wohnungs­frage hat. Ob sich neben dem neuen Wohn­raum auch ein dauer­haft leben­diges Nach­bar­schafts­leben entwi­ckelt, wird sich im Alltag des Quar­tiers zeigen.

Harald Müller

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