"Politiker-Derbleckn" vor der geschlossenen Bahnschranke in Oberschleißheim. Marion Wechner und Markus Hollweck ereifern sich über die Oberschleißheimer Politbühne. Fotos alle privat

Das Stark­bier­fest 2026 des RSV Schleiß­heim

24.03.2026 | Vereine, Feste & Feiern | 0 Kommentare

Zwei Tage Remonte Urbock, Derbleckn, Spaß­theater und ein flotter Dreier

Seit bald 30 Jahren orga­ni­siert der Rad-und Sport­verein Schleiß­heim das zwei Tage lang andau­ernde, beliebte Stark­bier­fest in Ober­schleiß­heim. 1. Vorstand Markus Holl­weck freut sich zusammen mit seinem Stell­ver­treter Thomas Laser und dem 30-köpfigen Veran­stal­tungs­team über zwei hervor­ra­gend besuchte Fest­tage im Ober­schleiß­heimer Bürger­saal voller guter Laune, bester Stim­mung und herr­li­cher Bühnen­auf­füh­rungen.

Der 1. Tag am Früh­lings­an­fang, 20. März 2026: “Frisch gewählt ist gut gezapft!”

Auf den Anstich des Remonte Stark­bier­fassls durch 1. Bürger­meister Markus Böck warteten die mehr als 200 Gäste im Bürger­saal Ober­schleiß­heim höchst gespannt, endete doch im vergan­genen Jahr der Anstich in einer Bier-Dusch­orgie. Doch als frisch wieder­ge­wählter Bürger­meister ließ sich “Böcki” nicht lumpen und zapfte diesmal mit zwei festen Schlägen und einem “Sicher­heits­chla­gerl” souverän an.

Zwei feste Schläge und ein “Sicher­heits­schla­gerl: “Ozapft is!”
Die Veran­stalter hatten sich vor dem Anstich vorsorg­lich in bier­feste Ponchos gehüllt, falls es wieder von der Bühne spritzen sollte…;))
Legendär miss­glückter Fass­an­stich beim Stark­bier­fest 2025
Bei der Eröff­nung mit Stark­bier vereint: RSV Schleiß­heim und Remonte Bräu. Die Genos­sen­schafts­brauerei hatte das Anstich­fassl mit dem Urbock gespendet. Im Bild vlnr: Remonte-Vorstand Marco Taran­tino, 1. Bürger­meister Markus Böck, 2.RSV-Vorstand Thomas Laser, 1. Remonte-Vorstand Thomas Hasel­beck, 1.RSV-Vorstand Markus Holl­weck

Durch die beiden Abende führten “da Hermann und sei Frau” (Markus Holl­weck und Heike Laser) und begeis­terten das Publikum mit ihren Auftritten bei den Sket­chen.

Multi-Talente Markus Holl­weck und Heike Laser führten als “da Hermann und sei Frau” an beiden Tagen durch den Abend und spielten auch in den Sket­chen und Thea­ter­stü­cken mit

Für beste Stim­mung im Saal sorgte an den beiden Fest­tagen die Wiesn­band „Flottn3er“. Diese hatte ihr Publikum auf der Tanz­fläche fest im Griff und Lead­sänger Markus entpuppte sich als Verklei­dungs­künstler.

“Elvis, The Pelvis”
Markus, Damijan und Werner sind “flottn3er” und heizen mit ihren Wiesn­hits richtig ein
“Cordula Grüüüün”
Die Hände zum Himmel”
…“wir fahren mit dem Bob”
.…“und Links­kurve”

Die Stars des Abends waren natür­lich die Kunst­rad­fahrer. Andreas Steger, Magda­lena Müller und Alex­ander Brandl zeigten auf der Bühne an beiden Tagen ihre artis­ti­sche, gera­dezu hals­bre­che­ri­sche Kür auf dem Kunstrad. Alle drei Schleiß­heimer Spit­zen­sportler haben bereits erfolg­reich an Europa-und Welt­meis­ter­schaften teil­ge­nommen und können etliche Titel vorzu­weisen.

Erfolgsduo im Kunstrad beim RSV: Andreas Steger und Alex­ander Brandl
Magda­lena Müller hat bereits an den Welt­meis­ter­schaften im Kunstrad teil­ge­nommen

Der 2. Tag, am 21. März: “Was ist der Unter­schied zwischen einer Hunde­hütte und einem 2. Bürger­meister?”

Poli­tisch wurde es am zweiten Festtag, am Samstag, im eben­falls wieder voll­be­setzten Bürger­saal, als „Flottn3er“ Band­mit­glied Markus fragte: “Was ist der Unter­schied zwischen einer Hunde­hüttn und am zwoaten Bürger­mo­asta?” Ja ganz einfach:“De Hunde­hüttn is für’n Hund und da zwoate Bürger­mo­asta is für’n Katz”was dem anwe­senden noch amtie­renden Dritten Bürger­meister Casimir Katz, im Hinblick auf die im Mai anste­henden gemein­de­rats­in­ternen Wahlen des 2. und 3. Bürger­meis­ters, ein breites Grinsen aufsetzte und seine Augen zum Leuchten brachte…;))

Musik­theater mit perfekter Perfor­mance

Tosenden Applaus und Zugabe-Rufe ernteten die drei “Star­bucks-Tänzer” Nikolas Wechner, Gabriel Sari und Quirin Schleu­sener für ihre launige, perfekt insze­nierte Musik­theater-Perfor­mance. Die Musik dazu hatte Daniela Wöhl zusam­men­ge­schnitten, die für den Ton während der gesamten Veran­stal­tung verant­wort­lich zeich­nete.

vlnr. Nikolas Wechner, Gabriel Sari, Quirin Schleu­sener

Herz­blatt und Tele­fonsexder schöne Markus wird “derbleckt” (Sketche zusam­men­ge­fasst von beiden Tagen)

Damit “Kandidat Markus” (Markus Böck wurde auf die Bühne geholt) endlich mal die rich­tige Frau an seiner Seite findet, musste er sich bei “Herz­blatt” nach Rein­hard-Fend­rich-Art, zwischen einer Mitten­hei­merin, einer Lust­hei­merin und einer Hacker­moo­serin entscheiden.…Und wen wundert’s? “Susi” fasste zusammen und zeigte ihm ein Match mit Rosi aus Hacker­moos auf! Als die Wand aufging, staunte der “Kandidat Markus” nicht schlecht, denn seine Ange­be­tete war die etwas “haarige Dame”, RSV-Mitglied Helmut Böhme.

Das Herz von Kandidat Markus gehört aber fest seinen beiden Töch­tern Amelie und Antonia. Hier mit Tochter Antonia Böck (Foto: Screen­shot aus dem What’s App Status)

Das Schleiß­heimer Rentner-Ehepaar Erich und Erika Schmitz (Bettina Schreier und Willi Lemberger) haben Lange­weile und melden als Nebenjob ein Tele­fonsex-Gewerbe an: Für nur 1,85 Euro pro Minute können sich die Tele­fon­kunden bestöhnen und beschimpfen lassen. Erika zeigt, dass sie beides bestens kann. Als aber “Stamm­kunde Markus” anruft, reicht sie an Erich weiter. Dieser kann mit den “Jammer-und Meck­er­wün­schen” vom Markus besser umgehen: Da genügen drei Beispiele aus der Orts­po­litik und schon ist der Markus am anderen Ende der Leitung “fertig”. “Sparsam, sparsam”, ätzte Erich, “der will wohl die Gemein­de­fi­nanzen schonen”…

Erika (Bettina Schreier) und Erich (Willi Lemberger) Schmitz bei ihrem Nebenjob “Tele­fonsex”. Gerade lässt sich Stamm­kunde Markus mit Jammerei und Vorwürfen “glück­lich” machen

Die Deut­sche Bahn und Bahn­schran­ken­mot­zerei

Die früher tradi­tio­nellen “Wasch­weiber” wurden von der neuen “Bahn­schran­ken­mot­zerei” abge­löst: Markus Holl­weck und Marion Wechner spielen zwei, die vor der ewig geschlos­senen Bahn­schranke in Ober­schleiß­heim stehen (siehe Beitrags­foto). Hier haben sie genü­gend Zeit, sich über Ober­schleiß­heimer Neuig­keiten und Miss­stände aus Politik, Gesell­schaft und Wirt­schaft zu erei­fern.

Ein Dauer­brenner beim Derbleckn am Stark­bier­fest ist die Deut­sche Bahn. Hinter der bemer­kens­wert echten ICE- Kulisse von Kulis­sen­bauer Jan Schober (RSV) finden zahl­reiche Sketch­szenen statt, die aufzeigen, was verzei­felte Bahn­rei­sende so alles tun, wenn es mitten auf der Bahstrecke nicht mehr weiter­geht, wie etwa ein spon­taner “Nuschel­kurs”, Strip-Pokern, oder Vorstands­mee­tings. Wer dann während des Reisens Hunger verspürt, kann dann aus dem “gene­rösen” Angebot des Spei­se­wa­gens zwischen einem Tütchen Senf und einem Tütchen Senf auswählen. “Bahn­spre­cherin” Heike Laser zeigte die Schi­kane für Bahn­rei­sende auf, die mit dem ICE 555 verreisen wollen und “jagte” diese mit ihren Durch­sagen von einem Bahn­steig zum anderen.

Strip-Pokern aus purer Verzweif­lung, weil es im ICE 555 nicht mehr weiter­geht
Findet garan­tiert in Über­länge statt: Nuschel­kurs für Fort­ge­schrit­tene im Zugab­teil
Für die Schluss-Szene versammlten sich alle Prot­ago­nisten auf der Bühne vor dem ICE 555. Regie bei allen Sket­chen führte Willi Lemberger, im Bild rechts außen. Alle applau­dierten für die zuver­läs­sige Hilfe der Haus­meister der Gemeinde Ober­schleiß­heim.
“Da Herman und sei Frau”.…1. Vorstand Markus Holl­weck und Heike Laser führten zwei Tage lang durch die Veran­stal­tungen

Schee war’s! Und großes Lob für zwei sehr gelun­gene Tage mit stil­voller Bühnen­un­ter­hal­tung, bester Stim­mung und Gaudi für alle!

Ingrid Lind­büchl

Ehren­gäste auf dem Stark­bier­fest: Der lang­jäh­rige 1. Vorstand des RSV, Gerhard Böhm mit Ehefrau Erna Böhm, die lange Jahre ein “Wasch­weib” gespielt hatte. Die beiden sind schon vor längerem nach Nieder­bayern gezogen, das Ober­schleiß­heimer Stark­bier­fest ist aber für sie immer noch ein Pflicht­termin.
Poli­ti­sche Einig­keit auf dem Stark­bier­fest: Die Grünen Chris­toph Münster (links) und Ingrid Lind­büchl (rechts) haben CSU-Urge­stein Peter Bent­hues fest im Griff..man munkelt, Peter Bent­hues hätte dort einen Mitglieds­an­trag bei den Grünen unter­schrieben…;))
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