Leser­mail zum Artikel: „Warum es wichtig ist, unser Hallenbad in Ober­schleiß­heim zu erhalten- ein Kommentar“

Von Michael Rittner

Betrifft mehrere Anzeigen und Lesermails….Wo ist denn der Zusam­men­halt, der die letzten Wochen so oft hervor­ge­hoben wurde? Bei dem ganzen öffent­li­chen Hin und Her über­legt sich viel­leicht noch manch einer, zum Nicht­wähler zu werden, doch genau das sollte vermieden werden. Als Bürger sollte man erwarten können, dass der von ihm gewählte Gemein­derat als Inter­es­sen­ver­treter auch vernünftig arbeiten kann und als Grund­lage die dafür erfor­der­li­chen Infor­ma­tionen erhält. Aber wie man bei den aktu­ellen Diskus­sionen vermehrt mitbe­kommt, muss ja selbst der Gemein­derat um Infor­ma­tionen betteln und hoffen, dass er diese auch zeitnah bekommt. So ja gesehen beim Thema Haus­halt und Hallenbad.
Bis 2014 war die Gemeinde im Prinzip ein Selbst­läufer, man hatte seine normalen Unkosten und konnte alles wie gewohnt weiter­laufen lassen, ohne großes Geschick und ohne Heraus­for­de­rungen Dies hat sich die letzten Jahre verän­dert und jetzt müsste man ablie­fern. Doch statt­dessen hofft man immer auf Hilfe von außen, durch Förde­rungen, ob vom Land, vom Bund usw., wie jetzt bei den Brand­briefen beim Hallenbad, die man wenige Tage vor der Sonder­sit­zung erst schrieb, und wundert sich, warum noch niemand mit dem Geld­koffer dasteht … Aber selbst schafft man es nicht, seine Bauvor­haben unter Kontrolle zu haben, trotz quali­fi­ziertem Personal und ehren­amt­li­chen Bauin­ge­nieuren? In den neuesten Arti­keln rechnet man Zahlen für das Hallenbad usw. vor. Warum konnte man das nicht schon früher? Die Planerei geht weiter, für Straßen und Gewerbe, obwohl derzeit die Insol­venz­mel­dungen Tag für Tag steigen. Was das neue Gewer­be­ge­biet an Steu­er­ein­nahmen bringen soll, hört man nicht. Nur dass es welche geben wird. Klar, aber wie viel Man wundert sich über einge­bro­chene Gewer­be­ein­nahmen und Rück­zah­lungen. Alles kam so plötz­lich und uner­wartet … obwohl die Medien täglich und seit langer Zeit darüber berichten. Aber Ober­schleiß­heim trifft’s ja nicht …

Immer mehr und mehr soll auf Leis­tungen verzichtet werden, wie z. B. beim Sozi­alamt und weiteren, aber die Abgaben steigen und steigen. Auch wenn manches eine frei­wil­lige Leis­tung darstellt, es gehört zur Lebens­qua­lität einer Gemeinde dazu … Über­las­tung findet überall statt, nicht nur in der Gemeinde. Auch der Bürger hat die Lasten zu tragen, die von oben kommen, und dies unge­fragt! Über eine Erhö­hung der Grund­steuer B, trotz deut­li­cher Erhö­hung durch die Grund­steu­er­re­form in 2025, wird immer wieder gespro­chen, aber was glaubt man, wer diese am Ende bezahlt? Gleich­zeitig aber möchte man bezahl­baren Wohn­raum und noch güns­tige Park­plätze dafür, wie bei der Podi­ums­dis­kus­sion ange­spro­chen. Doch bei der Gewer­be­steuer hält man sich sehr bedeckt, da man ja Gönner und poten­zi­elle Inter­es­senten nicht vergraulen möchte. Nein, da denkt man eher über Senkung nach. Aber den Gürtel sollen wir Bürger alle enger schnallen und uns auf unpo­pu­läre Maßnahmen einstellen … Das Rathaus selbst mit dem aufge­blähten Verwal­tungs­ap­parat sagt nicht, wo sie selber sparen wollen? Wo sind dort unpo­pu­läre Maßnahmen? Poten­zial für Spar­maß­nahmen hätte das Rathaus selbst genug. Weshalb müssen Räum­lich­keiten fremd ange­mietet werden, aber man plant an anderer Stelle den Verkauf eigener Immo­bi­lien, die derzeit günstig vermietet sind? Warum nutzt man diese nicht selbst? Man gönnt sich die ehren­amt­liche Posi­tion eines Dritten Bürger­meis­ters. Das kann man, muss man aber nicht. Karls­feld kommt auch mit zwei aus. Es ist ein Ehrenamt, aber dieses wird recht gut vergütet. Bei dieser Einspa­rung hätte man in kurzer Zeit z. B. die Kosten einer neuen Webseite, für die die Gemeinde ja kein Geld hat. Damit könnte man auch die Mitar­beiter entlasten, ohne Perso­nal­ein­schnitte machen zu müssen. Das sind nur zwei kleine Beispiele. Die Gemeinde ist ein Selbst­ver­wal­tungs­organ, das sich scheinbar nicht mehr selbst verwalten kann. Die Bürger nehmen starke Einschnitte in Kauf, halten zusammen und enga­gieren sich sehr, wie man aktuell beim Hallenbad sehen und spüren kann. Und da würde noch mehr gehen … aber dann sollte man auch von oben etwas zeigen.
Man sah in letzter Zeit deut­lich, wer sich dafür rein­ge­hängt hat und wer nicht. wer z. B. für den Arbeits­kreis Hallenbad war und das Ganze in Gang brachte.

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