Von Gianluca Neubauer
Sehr geehrte Redaktion,
sehr geehrte Frau Lindbüchl,
in Oberschleißheim gibt es keinen Zweifel an der Bedeutung des Hallenbads, der Schwimmausbildung und der wertvollen Arbeit der DLRG. Im Gegenteil, das Schwimmen ist ein essenzieller Bestandteil der Gesundheitsvorsorge und der Prävention.
Deshalb ist es wichtig, die Diskussion offen und ehrlich zu führen. Es ist richtig, das
Hallenbad als wichtige Infrastruktur zu bezeichnen. Es ist jedoch auch richtig, dass das
jährliche Defizit von rund 300.000 € besteht. Und das ist für eine Gemeinde unserer
Größe kein nebensächliches Thema. Wer das Bad erhalten möchte, muss klare
Antworten liefern, wie diese Lücke in Zukunft geschlossen werden kann, ohne die
anderen Pflicht-/ Freiwilligenleistungen der Kommune zu gefährden. Alles andere wäre
politisch bequem, jedoch finanziell verantwortungslos. Ein simples „Weiter so“ ist keine
Lösung.
Die steigenden Energiepreise, die Kosten für Instandhaltung und die Personalausgaben
darf man nicht ignorieren.
Aus diesem Grund wurde doch der Arbeitskreis ins Leben gerufen. Wenn jedoch dieser
keine tragfähigen Vorschläge präsentieren kann, müssen wir uns der Realität stellen.
Denn ein dauerhaftes Defizit dieser Größenordnung ist für eine Gemeinde wie
Oberschleißheim nicht einfach auszugleichen. Unabhängig davon, wie wichtig das
Hallenbad ist.
Definitiv ist klar, dass Begeisterung und Romantisierung für das Hallenbad allein nicht
ausreicht, um die Finanzierung zu sichern. Alle haben das gleiche Ziel, das Hallenbad zu
erhalten. Aber das klappt nur, wenn eine Möglichkeit zur Finanzierung gefunden wird.
Denn diese bloße Begeisterung schließt kein Haushaltsloch von 300.000 €.



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