Von Alexander von Obert
Die landwirtschaftliche Nutzung unter Solaranlagen scheitert vorzugsweise an rechtlichen Randbedingungen. Deshalb gibt es hier nur Pilotprojekte, die immer wieder Synergieeffekte zeigen. Hochmutting ist vielleicht daran interessiert, diese Anlage vor der Haustür auch ohne Agrarförderung zu beweiden. Nein, Schäferei ist nichts, mit dem man reich werden kann.
Nach meinem Geschmack ist der Speicher viel zu klein, der kann nur einen kleinen Teil der Tagesproduktion aufnehmen. Aber ernsthaft mehr wäre finanziell nicht vertretbar, weil Akkus dafür viel zu teuer sind.
Immerhin kann die Anlage die Abendspitze abfedern, die nach einem sonnigen Tag um den Sonnenuntergang herum auftritt, mit regelmäßigen Großhandelspreisen von bis zu 400 EUR/MWh – normaler Großhandelspreis ohne Steuern, Abgaben und Durchleitungsgebühren um die 80 EUR/MWh (8 ct/kWh).
Auch dieser Anlage wird es regelmäßig passieren, dass sie gerade an sonnenreichen Tagen im Rahmen von Redispatch-Maßnahmen abgeschaltet wird. Wer sich das live ansehen will: https://www.smard.de
Gegenwärtig brauchen wir sicher keine weiteren Solaranlagen, sondern den Ausbau der Stromnetze auf allen Ebenen. Es gibt in Deutschland bereits einzelne Ortsnetze, in denen auf absehbare Zeit keine Neuanschlüsse mehr möglich sind.



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