Hort-Menü à la carte ist aus

Für die Abrechnung der Gebühren in den beiden Kinderhorten hatte das Rathaus offenbar ein sehr eigenes Verfahren – jedenfalls aber eins, das nicht mit den gesetzlichen Vorgaben in Deckung zu bringen ist. Bürgermeister Markus Böck formulierte blumig, die einschlägige Satzung sei „schon lange nicht mehr, oder eigentlich noch nie so richtig richtig gewesen“.

Was in der alten Satzung so alles falsch war, darüber hat das Rathaus den Mantel des Schweigens gebreitet und stattdessen dem Gemeinderat nur die neue Fassung zur Billigung vorgelegt. Nun gibt es eine stundenweise Staffelung der Gebühren, womit etwa die Betreuung für fünf Stunden um einen Euro teurer wird und die für neun Stunden um 3,50 Euro.

Außerdem wird das Mittagessen im Hort nun pauschal mit 75 Euro monatlich berechnet. Bislang war die Verpflegung offenbar tatsächlich à la carte manuell abgerechnet worden. Damit war ein Mitarbeiter in der Gemeindeverwaltung monatlich einen halben Arbeitstag beschäftigt.

Und dazu musste auch das Personal in den Horten „den Verzehr dokumentieren“. Und da findet das Rathaus allmählich doch, „dass dies einen Aufwand darstellt, der eigentlich der Betreuung der Kinder zusteht“.

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