Nächstenliebe gelebt

Nach 25 Jahren im Haus St. Benno wurde am Freitag Schwester Dagmar verabschiedet. Ihr Wirken in Oberschleißheim wurde groß gewürdigt. Die Ehre erwiesen ihr unter anderem Bürgermeister Markus Böck, Generaloberin Sr. Rosa Maria Dick, Kirchenrektor Pfarrer Johannes Hagl, Pfarrer Ulrich Kampe, Pfarrerin Martina Buck, Altbürgermeisterin Elisabeth Ziegler, Brigitte Scholle vom VdK sowie vom Katholischen Männerfürsorgeverein als Träger des Hauses Vorstand Ludwig Mittermeier, Landkreis-Leiter Alexander Schuchmann und Hausleiterin Kornelia Ritz.

Schwester Dagmar wurde 1941 in Rain am Lech geboren und absolvierte von 1962 bis 1964 eine Ausbildung zur Krankenschwester. Anschließend trat sie 1964 in die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul ein und arbeitete in den folgenden zwei Jahrzehnten als Krankenschwester in Krankenhäusern in München und im Münchner Umland. Später war sie auch in nichtpflegerischen Bereichen des Ordens tätig.

1996 wurde sie von ihrem Orden schließlich an das neu eingeweihte Haus St. Benno zur Pflege wohnungsloser Bewohner delegiert. Zusätzlich zu ihrer Pflegetätigkeit übernahm sie weitere Aufgaben wie Krankenbesuche in Krankenhäusern, Seelsorgetätigkeiten sowie Sterbebegleitungen.

Weil sie selbst im Haus lebte und unzählige Nachdienste absolvierte, war sie oftmals Tag und Nacht für die Bewohner da. Nun zieht sie in ein Pflegeheim des Ordens in Planegg um.

„Von Menschen wie Schwester Dagmar, die sich für andere Menschen einsetzen, mit denen es das Leben mitunter nicht so gut gemeint hat, lebt unsere Gesellschaft“, sagte Bürgermeister Böck. Generaloberin Sr. Rosa Maria Dick betonte, Grundsatz ihrer Kongregation sei es, „dem Menschen nahe zu sein, ihn nicht zu bewerten und ihn zu mögen, weil jeder Mensch eine Würde hat“. Dies habe Schwester Dagmar im Haus St. Benno gelebt und verkörpert.

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