BMW-Ansiedlung nach Vorstoß der CSU „gestorben“?

Die mögliche Ansiedlung von BMW auf Ober- und Unterschleißheimer Flur bei Mittenheim ist nach Ansicht des Unterschleißheimer Bürgermeisters Christoph Böck (SPD) nun gestorben. Die Veröffentlichung der bisher streng geheimen Verhandlungen durch die Unterschleißheimer CSU am Dienstag sei „ein Vertrauensbruch“, rügte der Bürgermeister, der „dem Ansehen der Stadt und vor allem dem Wirtschaftsstandort Unterschleißheim erheblichen Schaden zufügt“.

Oberschleißheims Bürgermeister Christian Kuchlbauer (FW) teilte auf Anfrage die Sicht des Kollegen zum Vorpreschen der CSU und sagte, er „verurteile das auf’s Schärfste“. Kuchlauber betonte, er „spreche im Namen aller Oberschleißheimer Gemeinderäte, wenn ich sage: was nichtöffentlich ist, muss nichtöffentlich bleiben“. In der Sache der Ansiedlung wollte er trotz der faktischen Preisgabe durch Unterschleißheim weiter keine Aussage treffen.

In Unterschleißheim ist zu erwarten, dass der Vorstoß der CSU den beginnenden Bürgermeisterwahlkampf prägen wird. Böck und die SPD werfen den CSU-Räten mit ihrem potentiellen Bürgermeisterkandidaten Stefan Krimmer vor, gegen ihren Amtseid  verstoßen zu haben, der sie zur Einhaltung der Verschwiegenheit verpflichte.

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