Bierbänke tun’s auch

Von Wünschen des FC Phönix will eine Mehrheit im Gemeinderat vorerst nichts mehr hören. Die Fußballer hatten beantragt, den neuen Kunstrasenplatz nun auch noch mit wettergeschützten Ersatzspielbänken auszustatten.

Eine Bank für Trainer und Ersatzspieler gehöre „zur Regelausstattung eines Fußballplatzes“, schreibt der Phönix-Vorsitzende Helmut Beck in seinem Antrag, der bereits im Juli 2018 gestellt worden war. Nachdem man die Bänke bei der Anlage des Platzes aus Kostengründen aus dem Etat 2017 gestrichen habe, solle die Investition doch nun nachgeholt werden.

Das bisherige Provisorium mit Bierbänken sei „echt schlecht“, klagte er, da der Rasenplatz wegen seiner Allwettertauglichkeit eben gerade bei dem Wetter genutzt werden, bei dem es Wetterschutz bräuchte. Für die beiden eingehausten Bänke würden rund 5000 Euro nötig, erwartet der Verein.

Der Finanzausschuss wies den Antrag mehrheitlich ab. Der Verein habe gerade „einen sehr teuren Platz bekommen“, argumentierte Stefan Vohburger (FW), „die Sonderausstattung muss er sich selber kaufen“. Er empfahl, „Bierbänke aufzustellen und einen Sonnenschirm aufzuspannen“.

Die Grünen rügten, dass der Finanzierungsantrag durch keinerlei Eigenleistung oder Selbstbeteiligung hinterlegt sei. Sebastian Riedelbauch (SPD) wies die Empfehlung zurück, eine Bierbank täte es auch. „Da spielen auch kleine Kinder, die dann am Spielfeldrand frieren“, sagte er.

FW, Bürgermeister Christian Kuchlbauer (FW), Grüne und zwei Räte der CSU lehnten den Antrag mit 8:5 Stimmen ab, befürwortet wurde er von SPD, FDP und CSU-Rat Peter Benthues.

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