Lesermail zum Artikel „Bahn überdenkt Bahnhofsverkauf nochmal“

Es ist zwar schön, wenn sich der Bürgermeister Kuchlbauer und die Gemeinderätin Schuster für den Kauf des alten Bahnhofes einsetzen, aber es fehlen mir wesentliche Bestandteile für den Kauf. Davon ist in ihren Aussagen im Artikel nichts erwähnt.
Wenn die Gemeinde kauft, muss sie dies finanzieren. Weitere Finanzierungskosten entstehen mit der Renovierung bzw. Sanierung des Gebäudes, damit es der gewünschten Verwendung zugeführt werden kann. Die Bahn spricht in einem früheren Schreiben von mindestens einem siebenstelligen Betrag. Ob hier die Wiederherstellung als Backsteinbau beinhaltet war, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.
Was ist dann mit
1)     den renovierungsbedürftigen Kindergärten, Schulen
2)     den renovierungsbedürftigen Gemeindestraßen und Brücken
3)     dem sehr maroden Hallenbad
4)     dem immer wieder vom Gemeindeoberhaupt erwähnten Investitionsstau?
Es ist mit Sicherheit ein achtstelliger Betrag erforderlich, um das Notwendigste zu finanzieren. Da die Gemeinde nicht mit entsprechenden Steuereinnahmen rechnen kann, frage ich mich, wie dann der Kauf eines Bahnhofs mit den Nachfolgelasten ins Konzept passt.
Außerdem fehlt mir der Hinweis, wie die Erschließung (PKW-Zufahrt, Stellplätze sowie Parkraum) erfolgen soll. Meines Wissens gehört zum Bahnhof nur der Grund, auf dem das Gebäude steht. Die restlichen Flächen sind in Privatbesitz.
Alle vorgenannten Punkte müßten Herrn Kuchlbauer und Frau Schuster eigentlich kennen, darum wundert mich die Aussage „ausdrücklich und vehement dafür ausgesprochen“ des Bürgermeisters und die Vorstellung von Frau Schuster bei den Bahn-Immobilien. Für mich sind auf jeden Fall Kindergärten, Schulen, Gemeindestraßen, Brücke, Hallenbad (Bürgerentscheid) wichtiger als der Kauf des Bahnhofs.
Emil Köbele

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