Von Stefan Bottler
Verkehrte Welt auf dem Neujahrsempfang 2026 des Pfarrverbands Oberschleißheim: BürgermeisterMarkus Böck referierte in seiner Ansprache ausführlich über die Schöpfung und ging nur am Rande auf den beginnenden Wahlkampf für die Kommunalwahlen am 8. März ein. Dekan Ulrich Kampe machte diesen zu einem Schwerpunkt seiner kurzen Rede und streifte theologische Themen lediglich.
Böck knüpfte an einen Vortrag des Fotographen Hans-Günter Kaufmann an, der im Herbst 2025 auf einer Veranstaltung des Christlichen Unternehmernetzwerk in Oberschleißheim über seine Arbeiten referiert hatte. „Schöpfung ist weit mehr als Natur oder Landschaft“, sagte der Kommunalpolitiker.„Sie bedeutet Verantwortung für unsere Umwelt und für das Miteinander hier am Ort.“ Schöpfung erinnere daran, achtsam zu handeln gegenüber uns selbst, unseren Mitmenschen und dem, was uns anvertraut ist.
Solche Sätze bekräftigte Kampe in seinen Ausführungen über den Punkt als allgegenwärtiges Satzzeichen. Den Anlass hierzu lieferte eine fehlendes Interpunktion im Einladungsschreiben für denEmpfang. Der Punkt ist laut Kampe indessen weit mehr als nur ein Satzzeichen, wie das geflügelte Wort „Auf den Punkt bringen“ zeige. Die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte auf wirklich Wichtiges zu beschränken, sei gerade jetzt gefragt. „Vor der Wahl ist nach der Wahl“, mahnte der Dekan Kontinuität an.
Solche feinsinnigen Ausführungen regten die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Stefanie Haselbeck zu dem launigen Vorschlag an, Böck und Kampe könnten mit ihren zusätzlichen Kompetenzen sich gegenseitig in ihren jeweiligen Arbeitsfeldern aushelfen.


Mehrere künstlerische Darbietungen rundeten den Empfang ab. Stella I und Ludwig II, das Jungprinzenpaar der Narrhalla Oberschleißheim, sowie Luci I und Andi I, das Kurfürstenpaar des Schleißheimer Narrenrats, beeindruckten mit sehranspruchsvollen Tanzeinlagen, Kirchenmusikerin Iris Vogel sorgte mit dem jungen Saxophonisten Christian Zeitler für viele musikalische Höhepunkte.





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