Kommu­nal­wahl 2026 in Ober­schleiß­heim: aus den Parteien

01.01.2026 | Parteien | 0 Kommentare

Chris­toph Münster, Bürger­meis­ter­kan­didat der Grünen, wendet sich an die Ober­schleiß­heimer Bevöl­ke­rung

Liebe Mitbür­ge­rinnen und Mitbürger,

Ober­schleiß­heim steht vor einer Wegga­be­lung. Nicht, weil spek­ta­ku­läre Groß­pro­jekte anstehen oder weil wir vor einem histo­ri­schen Wachs­tums­schub stehen. Sondern, weil unsere Gemeinde vor einer ganz realen finan­zi­ellen Heraus­for­de­rung steht. Es fehlt Geld – und zwar spürbar. Wer heute Verant­wor­tung über­nehmen will, muss den Mut haben, diese Realität auszu­spre­chen. Genau mit dieser Ehrlich­keit beginnt meine Kandi­datur für das Amt des Bürger­meis­ters.

Im kommenden Wahl­kampf wird es von mir keine Verspre­chen für neue Groß­pro­jekte geben. Das wäre unse­riös. Die entschei­dende Frage ist nicht, was wir uns zusätz­lich leisten wollen, sondern was wir uns künftig noch leisten können – und was nicht. Der Unter­schied zwischen den Kandi­die­renden wird nicht in bunten Visionen liegen, sondern darin, wo im Haus­halt gestri­chen werden soll und welche Prio­ri­täten wir setzen.

Die finan­zi­elle Lage Ober­schleiß­heims ist ange­spannt. Das ist nicht neu. Aber sie ist nicht ausschließ­lich das Ergebnis äußerer Umstände. Ein Teil unserer heutigen Probleme ist haus­ge­macht: durch falsche Prio­ri­sie­rungen, durch Projekte, die viel Geld gekostet haben und durch eine Verwal­tung, die in Teilen über­lastet ist, weil Struk­turen nicht mehr zeit­gemäß sind.

Gerade deshalb braucht Ober­schleiß­heim jetzt keinen weiteren Verwalter, sondern eine poli­ti­sche Führung, die klar prio­ri­siertnach­haltig wirt­schaftet und sozialen Zusam­men­halt schützt.

Für mich als grüner Bürger­meis­ter­kan­didat gibt es klare rote Linien. Es darf nicht am Vereins­wesen gespart werden. Unsere Vereine sind kein „frei­wil­liger Luxus“, sondern das Rück­grat unseres gesell­schaft­li­chen Lebens. Sie leisten Inte­gra­ti­ons­ar­beit, sie bringen Gene­ra­tionen zusammen, sie halten unsere Gemeinde lebendig. Wer hier kürzt, spart kurz­fristig Geld – und zahlt lang­fristig einen hohen sozialen Preis.

Dasselbe gilt für unser Hallenbad. Das Hallenbad ist kein Pres­ti­ge­ob­jekt, sondern ein Ort der Daseins­vor­sorge. Schwimmen lernen, Gesund­heit, Schul­sport, Senio­ren­sport, Begeg­nung – all das findet hier statt. Ich setze mich klar dafür ein, das Hallenbad so lange wie irgend möglich zu erhalten. Nicht um jeden Preis, aber mit aller poli­ti­schen Kraft, die verant­wortbar ist.

Sparen heißt nicht auto­ma­tisch, Lebens­qua­lität zu opfern. Sparen heißt, genauer hinzu­schauen.

  • Projekt­prio­ri­sie­rung über­prüfen: Nicht jedes begon­nene oder geplante Projekt ist alter­na­tivlos. Wir müssen den Mut haben, Projekte zu verschieben, zu verklei­nern oder ganz zu beenden, wenn Kosten und Nutzen nicht mehr in einem vernünf­tigen Verhältnis stehen.
  • Verwal­tungs­ab­läufe verschlanken: Unsere Verwal­tung verfügt über viele hoch quali­fi­zierte Spezia­lis­tinnen und Spezia­listen. Diese Menschen sollten ihre Exper­tise dort einsetzen können, wo sie den größten Mehr­wert bringt – und nicht durch Aufgaben blockiert werden, die besser zentra­li­siert, digi­ta­li­siert oder orga­ni­sa­to­risch anders gelöst werden können.
  • Effi­zienz durch Digi­ta­li­sie­rung: Digi­ta­li­sie­rung darf kein Schlag­wort sein. Sie muss konkret Arbeits­zeit sparen, Prozesse verein­fa­chen und Doppel­ar­beit vermeiden. Das entlastet die Mitar­bei­tenden und senkt lang­fristig Kosten.
  • Inter­kom­mu­nale Zusam­men­ar­beit ausbauen: Nicht jede Aufgabe muss allein erle­digt werden. Koope­ra­tionen mit Nach­bar­ge­meinden können Kosten senken, ohne Qualität zu verlieren.

Eine leis­tungs­fä­hige Gemeinde braucht eine leis­tungs­fä­hige Verwal­tung. Das bedeutet nicht mehr Druck, sondern bessere Rahmen­be­din­gungen. Wenn Spezia­listen Routi­ne­auf­gaben erle­digen müssen, läuft etwas falsch. Ich will eine Verwal­tungs­struktur, die Kompe­tenz schützt, Verant­wor­tung klar verteilt und Mitar­bei­tende ernst­haft einbindet. Effi­zienz entsteht nicht durch Spar­ap­pelle, sondern durch kluge Orga­ni­sa­tion.

Gerade in finan­ziell schwie­rigen Zeiten entscheidet sich, was eine Gemeinde zusam­men­hält. Soziales Mitein­ander ist kein „Nice-to-have“, sondern Voraus­set­zung für eine funk­tio­nie­rende Demo­kratie vor Ort. Ob Jugend, Fami­lien, Senio­rinnen und Senioren oder Menschen mit geringem Einkommen – kommu­nale Politik muss Zusam­men­halt ermög­li­chen, nicht Spal­tung vertiefen.

Grüne Kommu­nal­po­litik heißt für mich: ökolo­gisch verant­wor­tungs­voll, sozial gerecht und wirt­schaft­lich vernünftig. Auch dann, wenn die Kassen leer sind.

Ich kandi­diere, weil ich davon über­zeugt bin, dass Ober­schleiß­heim eine ehrliche, trans­pa­rente und zukunfts­ori­en­tierte Führung verdient. Eine Führung, die Probleme nicht beschö­nigt, sondern gemeinsam mit den Bürge­rinnen und Bürgern Lösungen entwi­ckelt. Die zuhört. Die erklärt. Die Verant­wor­tung über­nimmt.

Die kommenden Jahre werden nicht leicht. Aber sie bieten die Chance, die Weichen neu zu stellen. Mit klaren Prio­ri­täten. Mit Respekt vor dem Geleis­teten. Und mit dem Mut, Dinge zu verän­dern.

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