Leser­mail zum Artikel: „Warum es wichtig ist, unser Hallenbad in Ober­schleiß­heim zu erhalten- ein Kommentar“

Von Chris­tian Ampen­berger als Antwort auf Barbara Schedl­bauer

Sehr geehrte Frau Schedl­bauer,

ich, Chris­tian Ampen­berger, Gemein­derat für die CSU aus dem Orts­teil Baders­feld, möchte Ihre Darstel­lung nicht unkom­men­tiert stehen lassen.

Dass unser Hallenbad in Ober­schleiß­heim seit vielen Jahren defi­zitär betrieben wird, ist dem Gremium keines­wegs erst seit wenigen Wochen bewusst. Dieses struk­tu­relle Defizit begleitet uns seit langer Zeit. Es wurde im Haus­halt wieder­holt offen darge­stellt und poli­tisch beraten. Der Betrieb wurde bislang bewusst gemein­schaft­lich getragen – aus gesell­schaft­li­cher Verant­wor­tung heraus. Uns allen ist die Bedeu­tung des Hallen­bads für unsere Schulen, die Vereine und insbe­son­dere die DLRG sehr klar.

Rein betriebs­wirt­schaft­lich betrachtet hätte man eine Schlie­ßung bereits vor vielen Jahren disku­tieren müssen. Dass das Bad dennoch bis heute betrieben werden konnte, ist vor allem dem außer­ge­wöhn­li­chen Enga­ge­ment der Mitar­bei­te­rinnen und Mitar­beiter zu verdanken. Durch ihre fach­kun­dige Wartung und Pflege der tech­ni­schen Anlagen wurde die Lebens­dauer deut­lich verlän­gert – das verdient große Aner­ken­nung.

Ebenso ist fest­zu­halten, dass die Gemeinde ein neues Hallenbad geplant hatte. Die Gründe, weshalb dieses Projekt nicht reali­siert wurde, sind bekannt und öffent­lich disku­tiert worden. Die aktu­elle Situa­tion ist daher nicht das Ergebnis plötz­li­cher Unkenntnis, sondern Ausdruck einer lang­jäh­rigen poli­ti­schen Abwä­gung zwischen finan­zi­eller Leis­tungs­fä­hig­keit und gesell­schaft­li­chem Anspruch.

Richtig ist: Das Thema ist emotional. Genau diese emotio­nale Verbun­den­heit hat das Hallenbad über Jahre getragen. Nun tragen Verwal­tung und der kommende Gemein­derat eine beson­dere Verant­wor­tung – auch gegen­über der außer­or­dent­lich groß­zü­gigen Spende der Familie Schreiner. Diese Unter­stüt­zung verpflichtet uns, eine trag­fä­hige und dauer­hafte Lösung zu erar­beiten. Es darf nicht dazu kommen, dass eine solche Spende ohne nach­hal­tige Perspek­tive verpufft.

Kritik ist legitim. Sie sollte jedoch auf einer voll­stän­digen Betrach­tung der Fakten beruhen. Unser Ziel war und ist es, Verant­wor­tung für die gesamte Gemeinde zu über­nehmen – wirt­schaft­lich solide und zugleich dem Gemein­wohl verpflichtet.

Mit freund­li­chen Grüßen

Chris­tian Ampen­berger
Gemein­derat (CSU)
Baders­feld

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