Leser­mail zum Artikel “Entwick­lung der Treibhausgas(THG)-Emissionen im Land­kreis München”

Sehr geehrter Herr Beck

in einem ersten Aufschlag hatten wir in Ober­schleiß­heim für 2030 an PV 50 ha Frei­fläche (36000 MWh/a) und 48000 m² Modul­fläche PV auf Dächern (7500 MWh/a) ‚aber kein einziges Windrad und keine Kraft­wär­me­kopp­lung (KWK) ange­setzt.
Damit waren wir dann bei 5.6 t/E.

Dann hatten wir drei denk­bare Stand­orte für Wind­räder ausge­macht. Ein Windrad bringt 9000 MWh/a. Wir haben also eine zweite Vari­ante mit diesen drei und deut­lich weniger Frei­flä­chen PV, aber auch einem signi­fi­kanten Beitrag für die KWK der Fern­wärme ange­setzt und sind damit auf den von Ihnen zitierten Wert gekommen.

Aktuell sieht es so aus, dass wir wohl ein Windrad bauen können und die Frei­flä­chen-PV sich besser entwi­ckelt als ange­nommen. Somit bleibt der Wert eine realis­ti­sche Prognose.

Aber der stellt sich natür­lich nicht von alleine ein. Wir sind im Lenkungs­kreis Energie an den Eigen­tü­mern der PV-Flächen, an den Belangen der Luft­fahrt wegen der Wind­räder und nun auch bei der Wärme­pla­nung sehr aktiv. Bei den PV-Flächen auf den Dächern ist jeder einzelne gefragt und ohne Spei­cher ist der PV-Ausbau eher kontra­pro­duktiv.

Der Beitrag des Verkehrs ist dabei der am schwersten beein­fluss­bare Teil. Mit neuen Lade­säulen und indi­vi­du­ellem Verzicht auf Flug­reisen ist der Hebel eher klein.

Mit freund­li­chen Grüßen

Casimir Katz

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1 Kommentar

  1. Sehr geehrter Herr dritter Bürger­meister Dr. Katz, lieber Casimir.

    Sie schreiben in Ihrem Kommentar “… ohne Spei­cher ist der PV-Ausbau eher kontra­pro­duktiv.” Endlich mal ein Poli­tiker, der sich dessen bewusst ist. Aber das hätte ich mit deiner tech­ni­scher Herkunft auch nicht anders erwartet.

    Warum soll dann in noch mehr PV-Strom inves­tiert werden, der a) die Netze verstopft und b) zu nega­tiven Strom­preisen führt und nicht erstmal netz­dien­liche Spei­cher gebaut werden?

    Wenn “man” jetzt noch zu der Einsicht kommen würde, dass Wind­räder in Süddeutsch­land, also bei uns, unwirt­schaft­lich sind, wären wir einen entschei­denden Schritt weiter…

    Herz­liche Grüße

    Bernd Stei­nert

    Antworten

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