Von Günter Braun
Die Frage, ob es wirklich einen dritten Bürgermeister braucht ist nicht einfach zu beantworten. Fakt ist, der Job des Bürgermeisters ist 24/7, er ist also an sieben Tagen in der Woche 24 Stunden im Dienst. Gut, rechnen wir noch ein paar Stunden für Schlafen und andere persönliche Dinge weg, sind es immer noch 14 bis 16 Stunden am Tag. Hier ist es dann sicherlich sinnvoll, wenn ein zweiter oder dritter Bürgermeister ihm die eine oder andere Aufgabe abnehmen kann, insbesondere wenn es um eher repräsentative Funktionen geht. Auch wenn wichtige Termine zeitgleich stattfinden, ist die Vertretung besser als Abwesenheit mangels Vertretung.
Wichtig ist jedoch, dass es weder beim zweiten, noch beim dritten Bürgermeister einen Interessenkonflikt mit anderen Funktionen gibt.
Die Aussage „Als Radverkehrsbeauftragter wurde meine Position mit dem Zusatztitel des dritten Bürgermeisters gegenüber anderen Kommunen und höheren Verwaltungsstellen deutlich gestärkt.“ ist ein Musterbeispiels dafür, wie es nicht sein darf. Ämterhäufung und deren Vermischung mit der Funktion eines zweiten oder dritten Bürgermeisters dürfen zukünftig nicht wieder vorkommen. Es ist also strickt darauf zu achten, dass es zu keinen Interessenkonflikten kommt. Ggf. müssen die Kandidaten für die weiteren Bürgermeisterposten bei möglichen Interessenkonflikten andere Funktionen und Ämter aufgeben.



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