Kurfürst Max Emanuel, Gemälde von Joseph Vivien, 1706, Residenz München, Antichambre der Reichen Zimmer © Bayerische Schlösserverwaltung Foto: Rainer Herrmann / Maria Scherf

300 Jahre Kurfürst Max Emanuel – Ein baro­ckes Erbe lebt weiter

26.02.2026 | Schlösser & Museen | 0 Kommentare

Hommage an den Kurfürsten zum 300. Todestag von Maxi­mi­lian II. Emanuel (1662–1726) 

Zum 300. Todestag von Maxi­mi­lian II. Emanuel (1662–1726) ehrt die Baye­ri­sche Schlös­ser­ver­wal­tung eine der faszi­nie­rendsten Herr­scher­per­sön­lich­keiten Bayerns. Kurfürst Max Emanuel verstarb am 26. Februar 1726. Zwischen 1680 und 1726 prägte der Wittels­ba­cher Kurfürst Bayern poli­tisch und kultu­rell – als Feld­herr, Diplomat, Kunst­lieb­haber und Bauherr von euro­päi­schem Rang.

Als Sohn von Kurfürst Ferdi­nand Maria und Henri­ette Adelaide von Savoyen trat Max Emanuel früh ins Rampen­licht der euro­päi­schen Politik. Seine Erfolge in den Türken­kriegen machten ihn zum gefei­erten Feld­herrn. Als kaiser­li­cher Schwie­ger­sohn und Gouver­neur der Spani­schen Nieder­lande schien sogar die spani­sche Krone greifbar.

Doch der Spani­sche Erbfol­ge­krieg brachte die Wende: Nach der Nieder­lage musste Max Emanuel ins fran­zö­si­sche Exil. Am Hof von Ludwig XIV., dem „Sonnen­könig“, vertiefte er seine Leiden­schaft für Kunst, Archi­tektur und höfi­sche Reprä­sen­ta­tion – Eindrücke, die Bayern nach­haltig prägten.

Nach seiner Rück­kehr 1715 strebte Max Emanuel danach, verlo­renes Pres­tige zurück­zu­ge­winnen. Mit großen Bau- und Kunst­pro­jekten verlieh er dem Kurfürs­tentum neuen Glanz. Beson­ders die Schloss­an­lage Nymphen­burg und die Schloss­an­lage Schleiß­heim mit dem Neuen Schloss und Schloss Lust­heim zeugen bis heute von seinem baro­cken Selbst­ver­ständnis und seinem ausge­prägten Sinn für Reprä­sen­ta­tion.

Jubi­lä­ums­pro­gramm 2026: Führungen, Ausstel­lungen, neue Präsen­ta­tionen

Im Jubi­lä­ums­jahr bietet die Baye­ri­sche Schlös­ser­ver­wal­tung ihren Besu­che­rinnen und Besu­chern die Möglich­keit, Max Emanuel neu zu entde­cken – als euro­päi­schen Fürsten zwischen Macht­po­litik und Kunst­lei­den­schaft.

In verschie­denen Schlös­sern stehen Themen­füh­rungen im Mittel­punkt, die Leben, Politik und Kunst­för­de­rung Max Emanuels beleuchten. Beglei­tend erscheint eine Beitrags­reihe im Schlös­ser­blog, die histo­ri­sche Hinter­gründe, neue Forschungs­per­spek­tiven und span­nende Einblicke in seine Zeit bietet.

Ein Schwer­punkt liegt auf der Resi­denz­woche in der Resi­denz München vom 16. bis 25. Oktober 2026, die dem Kurfürsten zahl­reiche Programm­punkte widmet. Den feier­li­chen Abschluss bildet am 24. und 25. Oktober 2026 ein Veran­stal­tungs­wo­chen­ende in der Schloss­an­lage Schleiß­heim. Zudem eröffnet in der Resi­denz München ein neuer Themen­raum zu Max Emanuel, der sein Wirken und seine Bedeu­tung im euro­päi­schen Kontext anschau­lich zeigt.

Ab Mai 2026 zeigt das Marstall­mu­seum von Schloss Nymphen­burg ausge­wählte Reit­zeuge des Kurfürsten, die Einblicke in höfi­sche Reprä­sen­ta­tion und barocke Pracht bieten. Im Neuen Schloss Schleiß­heim werden in der zweiten Jahres­hälfte neu gestal­tete Räume im Kurfürs­tin­nen­ap­par­te­ment sowie zusätz­liche Expo­nate präsen­tiert. Auch in Schloss Höchstädt wird das Jubi­läum aufge­griffen: Die Dauer­aus­stel­lung zur Schlacht von Höchstädt wird mit Hinweisen auf Max Emanuel akzen­tu­iert und vertieft.

Ines Holz­müller, Ange­lika Urbach und Fran­ziska Wimberger

–Pres­se­stelle der Baye­ri­schen Schlös­ser­ver­wal­tung–

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