Am 29. September wurden wie geplant das Zielszenario und vorgeschlagene Maßnahmen im Gemeinderat vorgestellt. Basierend auf den vorhandenen Infrastruktur-Daten wurden in einzelnen Clustern technische und wirtschaftliche Machbarkeiten zukünftiger klimaneutraler Heiztechnologien bewertet. Nach §18 WPG wird dabei im Wesentlichen zwischen „Wärmenetzgebieten“ und „Dezentraler Wärmeversorgung“ unterschieden. Die dritte Möglichkeit eines Wasserstoffnetzgebiets wird sowohl in München als auch in Oberschleißheim nicht als realistisch eingesetzt. Wenn ein Gebiet nicht beiden Varianten zugeordnet werden kann, wird es ein „Prüfgebiet“.
In Oberschleißheim haben sich einige Fokusgebiete für den Ausbau bzw. den Neubau von Wärmenetzgebieten herauskristallisiert. Diese werden dann auf der Home-Page der Gemeinde im Bereich der Bauleitplanung einsehbar sein. Ein erster Überblick ergibt sich auf der Webseite. Noch sind die Ergebnisse der Wärmeplanung unverbindlich. Aber wenn immer mehr Bürger ihre Gasheizungen durch klimaneutrale Varianten ersetzen, werden die Grundpreise der Gasversorgung extrem stark ansteigen. Und daher sollte dieser Prozess entsprechend sozialverträglich gemeinsam geplant werden. Die Gemeinde Oberschleißheim wird sich dieser Aufgabe stellen und eng mit den Bürgern kommunizieren.
Den Bürgern in Oberschleißheim wird die Wärmeplanung in allen Einzelschritten auf einer speziellen Bürgerinformationsveranstaltung am 22. Oktober um 19 Uhr im Saal des Bürgerzentrums vorgestellt. Am 22. Oktober stehen allgemeine Fragen, aber auch Details zur Fernwärme im Vordergrund. In einer Folgeveranstaltung am 5. November geht es dann primär um die Frage der Wärmepumpen.
Dr.-Ing. Casimir Katz, Beratender Ingenieur VBI, Referent für Bauen, Mobilität und Energie

