Ener­gie­wende geht uns alle an

Energiewende geht uns alle an
18.04.2026    
12:00 — 16:00
Siegestor München
Ludwig­straße, München

Erneu­er­bare Ener­gien stehen in Deutsch­land derzeit stark unter Druck. Wirt­schafts­mi­nis­terin Kathe­rina Reiche und Teile der Union gehen in Worten und Taten hart gegen den Ausbau der Erneu­er­baren Ener­gien vor. Das hat bereits Wider­stand aus der Wirt­schaft hervor­ge­rufen. Aber auch viele Bürge­rinnen und Bürger sehen das Vorgehen der Bundes­re­gie­rung ange­sichts der aktu­ellen Entwick­lung bei Fossilen Ener­gien in Umfragen zuneh­mend kritisch.

Am 18. April ruft deshalb ein breites Bündnis von Orga­ni­sa­tionen in Hamburg, Berlin, Köln und München zu Demons­tra­tionen auf, um die Erneu­er­baren Ener­gien und die Ener­gie­wende zu vertei­digen.

Bündnis 90 / Die Grünen Unter­schleiß­heim wollen die Demons­tra­tion unter­stützen und fahren gemeinsam mit der S1 zur Demo nach München. Sie laden alle Inter­es­sierten ein, sich anzu­schließen. Treff­punkt ist 11 Uhr 12 Uhr am vorderen Bahn­steig Rich­tung München.

Ener­gie­wende retten

Die Orga­ni­sa­toren der Demons­tra­tion betonen, dass alle gefragt seien, um die Ener­gie­wende zu retten und mit mehr Tempo durch­zu­setzen. Sie betonen in ihrem Aufruf: „Der Angriffs­krieg Russ­lands gegen die Ukraine, die Grön­land­krise, der Iran-Krieg und eska­lie­rende Ener­gie­preise zeigen uns: Öl und Gas machen uns abhängig und erpressbar von Auto­kraten. Sie treiben Ener­gie­preise in die Höhe und befeuern Extrem­wetter, unter denen beson­ders ökono­misch schwä­chere Teile der Gesell­schaft leiden. In diesen krisen­haften Zeiten schützt der Ausbau Erneu­er­barer Ener­gien Verbraucher*innen vor eska­lie­renden Kosten und senkt dauer­haft den Strom­preis. Erneu­er­bare sichern Millionen Arbeits­plätze im Mittel­stand und in der Indus­trie. Auf Haus­dä­chern und in Bürger*innen-Hand demo­kra­ti­sieren sie die Ener­gie­ver­sor­gung. Sie sind die zentrale und beste Antwort auf die Klima­krise.“

Die Demons­tra­tionen am 18. Mai werden von einem breiten Akti­ons­bündnis getragen. Dazu gehören Campact, Fridays for Future, Green­peace, Deut­sche Umwelt­hilfe, WWF, German Zero und Germ­an­watch. Als Unter­stützer treten unter anderem Der Pari­tä­ti­sche Gesamt­ver­band, NABU, das Bündnis Bürger­en­ergie (BBEn), Robin Wood, Bund Natur­schutz in Bayern, BUND und der Bundes­ver­band Nach­hal­tige Wirt­schaft e.V. auf.

Zentrale Forde­rung an die Bundes­re­gie­rung mit den Demons­tra­tionen ist es, die Pläne für ein Netz­paket und ein neues Erneu­er­baren-Ener­gien- und Gebäude-Moder­ni­sie­rungs-Gesetz vom Tisch zu nehmen. Sie soll außerdem einen Neustart wagen. Für den seien ein höheres Ausbau­tempo bei Sonnen- und Wind­kraft, eine Ausbau­of­fen­sive für Verteil­netze und Strom­spei­cher sowie eine Digi­ta­li­sie­rung des Ener­gie­sys­tems für intel­li­gente Strom­netze, eine Stär­kung der euro­päi­schen Unab­hän­gig­keit durch eine eigene Ener­gie­wende-Indus­trie und deren Schutz vor unfairem Wett­be­werb sowie eine Absen­kung der Strom­steuer für alle und einen güns­ti­geren Wärme­pumpen-Strom­preis erfor­der­lich, damit E‑Autos und Wärme­pumpen noch attrak­tiver werden. Daneben sei eine soziale Förde­rung und starker Mieter­schutz erfor­der­lich, damit klima­freund­li­ches Heizen für alle bezahlbar werde.