Auch Wildtiere wollen nicht von einem Hund gehetzt werden
Die Zeit vom 1. März bis zum 15. Juli wird als “Brut- und Setzzeit” bezeichnet. In dieser Zeit ziehen die Wildtiere ihre Jungen groß. Die Jagd auf Elterntiere, auf “Haarwild” (Rehe, Hasen) und “Federwild” (Vögel), ist dann in Bayern bis auf wenige Ausnahmen (Kaninchen, Waschbären) streng untersagt, damit die Tiere ungestört ihren Nachwuchs großziehen können.
Freilaufende Hunde können sie dabei empfindlich stören. Auch gut erzogene Hunde und auch kleine Hunde haben einen Jagdinstinkt. Wenn der geweckt ist, weil sie ein jagdbares Tier wittern, dann sind sie oft kaum mehr zurückzuhalten, mit schweren Folgen für Wildtiere und ihre Jungen.
Es gibt in Bayern keine allgemeine Leinenpflicht für Hunde in der Brut- und Setzzeit. Deshalb kann man nur dringend an alle Hundehalter appellieren, verantwortlich zu handeln und zumindest in dieser Zeit ihre Tiere im freien Gelände, im Wald und auf der Wiese, an der Leine zu führen. Damit der Hund mehr Freiheit hat, kann man ihn mit Schleppleine und Geschirr führen.
Sehr gute weiterführende Informationen zu dem Thema findet man zum Beispiel unter: https://hundeschule-fellnase.de/brut-und-setzzeit-2024/. Für den Tipp danke ich herzlich einer Leserin unserer Schleißheimer Online-Zeitung.
Andrea Wörle
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