Gute Nachrichten für Oberschleißheim aus dem Bundestag
Beinahe zeitgleich erreichten unsere Zeitung zwei Nachrichten von den beiden Bundetagsabgeordneten Carmen Wegge (SPD) und Anton Hofreiter (Grüne) mit demselben Inhalt: Beide freuen sich, bekanntzugeben, dass der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages am Mittwoch, den 4.03.2026, die Projektauswahl für das „Denkmalschutzsonderprogramm XIV“ freigegeben hat. Ausgewählt wurden unter mehreren Projekten auch die Junkers-Hallen am historichen Flughafen Oberschleißheim. Für die Sanierung der denkmalgeschützten Stahlblechlamellen-Konstruktion, die der Luftfahrtpionier Hugo Junkers 1934 errichtet hat, stellt der nun Bund 374.850 Euro bereit.
Carmen Wegge, SPD-Betreuungsabgeordnete für den Wahlkreis München-Land: „Der Erhalt von denkmalgeschützten Orten trägt zum Erhalt unserer kulturellen Identität und Geschichte bei. Daher ist es auch zentrales Bundesinteresse, diese Orte zu erhalten. Es freut mich, dass die Hallen des alten Flugplatzes in Oberschleißheim nun mit der Förderung aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm XIV auch instand gehalten werden können.“
Harald Müller, Vorsitzender der SPD Oberschleißheim:
“Hier in Oberschleißheim haben wir den ältesten noch in Betrieb befindlichen Flugplatz Deutschlands. Da freut es mich natürlich ausgesprochen, dass die denkmalgeschützten historischen Hallen des Flugplatzes nun mit den zugesprochenen Bundesmitteln erhalten werden können.“
Auch die haushaltspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, Claudia Köhler und der Oberschleißheimer Landtagsabgeordnete Dr. Markus Büchler äußerten sich dazu:
„Wir freuen uns, dass der Bund für die denkmalgeschützten Junkers-Hallen aus dem Jahr 1934 nun 375.000€ zur Sanierung bereitstellt”, so Claudia Köhler. „Die Hallen aus Stahlblechlamellen werden als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung gefördert, dies unterstreicht einmal mehr unseren reichen historischen Schatz im Landkreis München.“
„Der Flugplatz ist ein wertvolles historisches Erbe Schleißheims und ein wundervolles Naherholungsgebiet. Allen voran der Fliegerbiergarten, von wo aus man die Maschinen beobachten und mit Piloten ratschen kann. Es ist sehr erfreulich, dass die Hallen des Luftfahrtpioniers Hugo Junkers nun saniert werden und unsere Ortsgeschichte erhalten wird“, so der Oberschleißheimer Dr. Markus Büchler.
Zur Historie des Sanierungsvorhabens:
In der Februarsitzung 2022 des Bauausschusses stellte die Junkershallen GmbH & Co.Oberschleißheim KG bei der Gemeinde Oberschleißheim den Antrag zur Sanierung der beiden noch bestehenden Flugzeughallen aus dem Jahr 1934. Bereits im Juni 2021 hatte die Junkershallen GmbH den Neubau der zum historischen Ensemble dazugehörigen fehlenden dritten Junkershalle im Südösten erfogreich beantragt. Diese soll analog zu den bestehenden beiden Flughallen rekonstruiert werden. Mittels dieses Wiederaufbaus wird das historische Ensemble vervollständigt. Der Bauherr stellte begleitend zu seinem Bauantrag einen Antrag auf Erlaubnis nach dem Denkmalschutzgesetz als Instandsetzung eines Baudenkmales.
Dieser Antrag wurde nun mit oben genannter Förderung von der Denkmalschutzbehörde bewilligt.
Mit der Genehmigung der Sanierung der Flughallen und der Gehnehmigung des Neubaus der dritten Flughalle durch die Gemeinde Oberschleißheim, ging auch die Absichtserklärung des Bauherren einher, die dritte Halle nach Fertigstellung an die Firma Volocopter zu vermieten. Ein Vorhaben, das im Bauausschuss nicht ganz unumstritten blieb, den man befürtchtete weitere massive Lärmbelästigung durch die Versuchsflüge der dann dort stationierten Transportdrohnen und ähnlicher Versuchsflugobjekte des Unternehmens Volocopter.
Außerdem wurde im Zuge der Sanierung vom Bauausschuss der Neubau des Holz-Gasthauses vom Biergarten am Flughafen genehmigt. Der Antragsteller darf das neue Haus mit gleicher Kubatur bauen. Auf der gesamten Länge der Vorderseite ist eine Holzbodenterrasse als Außengastronomiebereich geplant.
Ingrid Lindbüchl




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