Jetzt ist die Katze aus dem Sack!

01.04.2025 | Ankündigungen | 4 Kommentare

Aus Unter­schleiß­heim und Ober­schleiß­heim soll die Univer­si­täts- und Schlös­ser­stadt Schleiß­heim werden

Bei meinem letzten Besuch im Rathaus fand ich eine Unter­schrifts­mappe am Boden liegend, die ich eilig dem Bürger­meister bringen wollte, dabei fiel eine Notiz heraus:

Nicht zur Veröf­fent­li­chung bestimmt! 

Gesprächs­vor­be­rei­tung — streng vertrau­lich — Zeit­punkt und Ort ist nur dem Teil­neh­mer­kreis mitzu­teilen!

Teil­nehmer:

Chris­toph Böck, Erster Bürger­meister Unter­schleiß­heim 

Markus Böck, Erster Bürger­meister Ober­schleiß­heim

Chris­toph Göbel, Landrat

Florian Herr­mann, Staats­mi­nister Leiter Staats­kanzlei 

Chris­tian Bern­reiter, Staats­mi­nister für Wohnen, Bau und Verkehr 

Markus Blume, Staats­mi­nister für Wissen­schaft und Kunst

Am 21. März wurde durch den Bundesrat die Grund­ge­setz­än­de­rung final beschlossen, wodurch ein Finanz­paket (Sonder­ver­mögen) in Höhe von 500 Milli­arden Euro für Infra­struktur, davon 100 Milli­arden Euro für die Bundes­länder, frei­ge­geben wurde. Letz­terer Anteil soll auch an Kommunen weiter­ge­geben werden.

Da eine „Univer­si­täts- und Schlös­ser­stadt Schleiß­heim“ mit einem anderen Gewicht an diesem Finanz­paket hospi­tieren wird, schlägt Chris­toph Böck, Erster Bürger­meister der Stadt Unter­schleiß­heim, vor, die schon länger vertrau­lich disku­tierte Fusion mit unserer Gemeinde schnellst­mög­lich zu forcieren.

Bei vertrau­li­chen Gesprä­chen der beiden Ersten Bürger­meister im Vorfeld (vor dem Finanz­paket) ergaben sich bereits folgende Vorteile:

- perspek­ti­visch würde mit mehr als 50.000 Einwoh­nern die Voraus­set­zung für eine freie Kreis­stadt erfüllt 

- alter­nativ würde der Einfluss mit 1/7 der Einwohner im Land­kreis im Kreistag steigen

- Ober­schleiss­heim würde einen finan­zi­ellen Hand­lungs­spiel­raum für kommu­nale Vorhaben mindes­tens auf dem Niveau vor dem Rück­la­gen­ver­lust errei­chen 

- Unter­schleiß­heim würde einen Bedeu­tungs­ge­winn (Univer­si­täts- und Schlös­ser­stadt) erzielen, der für die Ansied­lung weiterer staat­li­cher und gewerb­li­cher Insti­tu­tionen ausschlag­ge­bend sein wird.

Aus Ober­schleiß­heimer Sicht muss das Ziel eine „Fusion“ und auf keinen Fall eine „Einge­mein­dung“ sein! Deshalb sind folgende Ziele als Voraus­set­zung zu verfolgen (Punkte 1) und 2) Sonder­ver­mögen Frei­staat, 3–5) Sonder­ver­mögen Bundes­re­pu­blik:

1) Neubau des Hallen­bades, ergänzt um ein Außen­schwimm­be­cken (Begrün­dung: Schul­schwimm­un­ter­richt und Trai­ning für Vereine)

2) Studen­ten­heime in ausrei­chender Größen­ord­nung bei der Tier­ärzt­li­chen Fakultät

3) Unter­tun­ne­lung der B471 ab Orts­ein­gangs­schild bis zum Gäns­bach; anzu­streben ist eine Fußgän­ger­zone um den Schloss­be­reich

4) Umge­hungs­straße vom Anschluss­punkt Neuher­berg über die Staats­straße Feld­moching-Ober­schleiß­heim, Anbin­dung an die Ausfahrt Ober­schleiß­heim weiter bis Gewer­be­park Unter­schleiß­heim; dabei ist die Anbin­dung der Neubau­ge­biete (insbe­son­dere Mitten­heim) zu gewähr­leisten 

5) Lärm­schutz­mass­nahmen an der A92 werden nach der Lärm­schutz­ver­ord­nung neu unab­hängig von der Auto­bah­ner­wei­te­rung bis 2030 erstellt.

Zwischen beiden Gemeinden ist zwin­gend zu verein­baren (u.a. Erhalt des Stan­dings von Ober­schleiß­heim)

- das Geother­mie­pro­jekt wird auf Ober­schleiß­heim ausge­weitet, entspre­chende Mittel für Probe­boh­rungen sind im ersten gemein­samen Haus­halt einzu­stellen 

- bei allen Groß­pro­jekten in erneu­er­baren Ener­gien (Windrad, Solar­park) auf Ober­schleiß­heimer Flur wird unseren Einwoh­nern bei einem Bürger­be­tei­li­gungs­mo­dell ein Vorrang einge­räumt 

- in der Gemein­de­sat­zung wird der jähr­liche Wechsel des Ersten Bürger­meis­ters zwischen Ober­schleiß­heim und Unter­schleiß­heim fest­ge­legt, entspre­chendes für den 2. Bürger­meister 

- Stadt­rats­sit­zungen finden im zu verein­ba­renden Turnus in beiden Rathäu­sern statt

Ein erstes vertrau­li­ches Gespräch wurde wegen seiner Bedeu­tung mit dem Gewer­be­ver­band (Gönke Klar und Mariana Lever­mann) geführt; sie zeigten sich absolut begeis­tert!

Wegen der Brisanz, dem Umfang und der Komple­xität der aufge­führten Themen wurde o.g. Teil­neh­mer­kreis einge­laden, abso­lute Vertrau­lich­keit auch über Treff­punkt und Termine verein­bart! Eine Erst­in­for­ma­tion für Bürger muss (!!!) eine Erfolgs­mel­dung sein!

Liebe Mitbür­ge­rinnen und Bürger,

Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich dies veröf­fent­li­chen soll — aber ein solcher Eingriff in unser geliebtes Ober­schleiß­heim würde aus meiner Sicht eine früh­zei­tige Einbin­dung der Bevöl­ke­rung erfor­dern! Gönke Klar, 1. Vorsit­zende des Gewer­be­ver­bandes, zeigte sich absolut entsetzt über die Geheim­nis­krä­merei und meinte darüber hinaus:

Was würden Persön­lich­keiten wie z. B. unsere verdiente Altbür­ger­meis­terin Elisa­beth Ziegler, unser geschichts­be­wusster Orts­chro­nist Otto Bürger oder ein Urge­stein wie Franz Maier mit seiner Frau Theresia (1. Vorsit­zende der Künst­ler­pa­lette) dazu sagen? Oder die VdK-Vorsit­zende Brigitte Scholle, die mit dem Planet ‘O’ so viel Soziales orga­ni­siert, um nur einige beispiel­haft zu nennen. Würde sich um solch heraus­ra­gende Persön­lich­keiten bei Verfehlen aufge­führter Ziele nicht ein Wider­stand formieren?

Und würde ein solcher Bedeu­tungs­ge­winn nicht dazu führen, dass unser geliebter Dekan Ulrich Kampe — wie von vielen befürchtet — Ober­schleiß­heim Rich­tung Bischofsamt verlässt?

Was meint Ihr dazu? Ich freue mich auf viele Leser­briefe!

Max Emanuel

Beitrag teilen:

4 Kommentare

  1. Leider ist heute der 1. April…

    Antworten
  2. Sehr geehrter Herr Kurfürst, lieber Max Emanuel,

    na gut, jetzt ist die Katze also aus dem Sack.…

    Um aber mit Blick auf die anste­hende Kommu­nal­wahl etwas Trans­pa­renz in dieses hoch­emo­tio­nale und brisante Thema zu bringen, darf ich zumin­dest eine aktu­elle Entwick­lung der genannten Fusi­ons­ziele updaten:

    In einem vor kurzem statt­ge­fun­denen Gespräch zwischen meinem lieben Kollegen Chris­toph Böck und mir wurde fest­ge­legt, dass in der Satzung der Wechsel der Bürger­meister, nicht wie ursprüng­lich geplant, jähr­lich statt­finden soll.

    Eher wird eine Art Job-Sharing favo­ri­siert, in dem Chris­toph immer Vormit­tags (Früh­auf­steher) und meine Wenig­keit immer Nach­mit­tags (Spät­auf­steher) die Geschäfte im Rathaus führen sollen.
    Prak­ti­scher­weise und Ressour­cen­scho­nend ist ein Wechsel des Namens­schildes am Büro nicht notwendig.

    Ich würde mich freuen, wenn Du als histo­risch bedeu­tende Persön­lich­keit, mit uns diesen Weg eng begleiten würdest.

    Herz­liche Grüße und noch einen schönen 1. April 🙂

    Antworten
  3. Guter April­scherz!!!

    Antworten
  4. Ein wunder­schöner APRILSCHERZ!!

    Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert