Olympia-Zuschlag für München: Freude über Olympia, aber Umland muss mit am Tisch sitzen

27.09.2026 | Aktuelles, Parteien | 1 Kommentar

“Land­kreise rund um München müssen in den zustän­digen Gremien an der Ausge­stal­tung der Spiele betei­ligt werden!”

München hat den Zuschlag für die deut­sche Bewer­bung um die Olym­pi­schen und Para­lym­pi­schen Spiele erhalten. Der Bundes­tags­ab­ge­ord­nete Leon Eckert (Bündnis 90/Die Grünen) begrüßt die Entschei­dung, mahnt zugleich aber zu einem verant­wor­tungs­vollen Umgang mit den nun anste­henden Planungen. Entschei­dend sei, dass auch die Region früh­zeitig einbe­zogen und Olympia nicht zum Anlass für Projekte gemacht werde, die unab­hängig davon umstritten sind.

„Ich sehe die Möglich­keiten, die Olympia für München und die Region bietet. Gleich­zeitig müssen wir jetzt genau hinschauen, wie die Spiele orga­ni­siert werden und welche Folgen die Planungen für die gesamte Region haben. Das Umland muss von Anfang an mit am Tisch sitzen. Dies gilt insbe­son­dere auch bei Fragen der Infra­struktur und des Verkehrs. Die Land­kreise rund um München müssen deshalb auch in den zustän­digen Gremien an der Ausge­stal­tung der Spiele betei­ligt werden und mitent­scheiden können“, so Leon Eckert.

Gerade mit Blick auf die Flug­ha­fen­re­gion müsse dabei klar sein: „Die Olym­pi­schen Spiele dürfen nicht als Vorwand genutzt werden, um eine dritte Start­bahn am Flug­hafen München vermeint­lich zu begründen. Für eine dritte Start­bahn fehlt der Bedarf, auch mit Olympia in München, es darf sie deswegen nicht geben. Es müssen zudem Möglich­keiten sicher­ge­stellt werden, schon früh­zeitig Gefahren wie stei­genden Mieten und explo­die­renden Grund­stück­preise zu begegnen. Notwen­dige Infra­struk­tur­maß­nahmen für Olympia müssen unab­hängig davon geplant und auf ihren lang­fris­tigen Nutzen für die Region geprüft werden. Stra­ßen­neu­bauten oder ‑erwei­te­rungen für Olympia lehne ich ab.”, betont Eckert.

Eckert sieht nichts­des­to­trotz in den Spielen zugleich die Chance, die posi­tive Stim­mung und den Aufbruch rund um Olympia zu nutzen und München und die gesamte Region als welt­of­fene und gast­freund­liche Gast­ge­be­rinnen und Gast­geber zu präsen­tieren. Diesen Prozess wolle er konstruktiv, aber auch kritisch begleiten, damit die Chancen der Spiele genutzt und die Inter­essen der Menschen in der Region weiterhin berück­sich­tigt werden.

Felix Zinßer

Wahl­kreis­büro Leon Eckert

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1 Kommentar

  1. Eine gute Chance, vorhan­denen Anlagen wieder Leben einzu­hau­chen, wie für die Olympia Regatta Strecke in Baders­feld! Es bleibt zu hoffen, falls München den Zuschlag bekommt, dass auch mit den Einnahmen nicht nur die finan­zi­ellen Löcher derer gestopft werden, die seit Jahren Miss­wirt­schaft und Fehl­pla­nung betreiben, sondern auch dafür verwendet werden, vorhan­dene Infra­struktur zu verbes­sern und auch diese Anlagen für die Zukunft nach Olympia vernünftig am Leben zu halten. Den Verfall an der Regatta Strecke konnte man seit Olympia 1972 regel­recht verfolgen, auch die Diskus­sionen um Kosten und mehr. Span­nend wird auch wie sich das ganze mit dem angren­zenden Natur­schutz­ge­biet verein­baren lässt, denn dadurch wurden in der Vergan­gen­heit ja einige Veran­stal­tungen nicht mehr geneh­migt, was auch mit Sicher­heit dem Erhalt der Strecke zu gute gekommen wäre. Manch Partei steht hiermit im Wider­spruch was Natur­schutz und Nutzung betrifft. Auch das Teile der Anlage unter Denk­mal­schutz stehen, machen die Kosten der Instand­set­zung mit Sicher­heit nicht geringer. Wenn man jetzt nur darauf baut, Förder­maß­nahmen abzu­greifen, wie an vielen andern Stellen, ist falls Olympia nach München kommt, in ein paar Jahren nach Olympia das gleiche wie jetzt. Niemand will hohe Summen inves­tieren, es wird wegen Zustän­dig­keiten hin und her geschoben und die Anlage verfällt. Die Nutzung auch nach Olympia sollte gut und vernünftig über­legt sein und nicht nur eine Moment Aufnahme. Auch wenn es um das Thema Land­schafts- und Natur­schutz geht, um auch später eine vernüf­tige und nach­hal­tige Nutzung und Verbes­se­rung in diesem Bereich zu erzielen! Es sollten die Anlage und das umlie­gende Gebiet gerade für Sport und Erho­lung, auch deren Natur­schutz­ge­biete, danach lang­fristig mit Erhalt und Pflege finan­ziell ohne Zustän­dig­keits­ge­schiebe abge­si­chert sein. Darüber sollte man sich jetzt einig sein, und nicht nur an den mögli­chen Gewinn denken.

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