“Landkreise rund um München müssen in den zuständigen Gremien an der Ausgestaltung der Spiele beteiligt werden!”
München hat den Zuschlag für die deutsche Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele erhalten. Der Bundestagsabgeordnete Leon Eckert (Bündnis 90/Die Grünen) begrüßt die Entscheidung, mahnt zugleich aber zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den nun anstehenden Planungen. Entscheidend sei, dass auch die Region frühzeitig einbezogen und Olympia nicht zum Anlass für Projekte gemacht werde, die unabhängig davon umstritten sind.
„Ich sehe die Möglichkeiten, die Olympia für München und die Region bietet. Gleichzeitig müssen wir jetzt genau hinschauen, wie die Spiele organisiert werden und welche Folgen die Planungen für die gesamte Region haben. Das Umland muss von Anfang an mit am Tisch sitzen. Dies gilt insbesondere auch bei Fragen der Infrastruktur und des Verkehrs. Die Landkreise rund um München müssen deshalb auch in den zuständigen Gremien an der Ausgestaltung der Spiele beteiligt werden und mitentscheiden können“, so Leon Eckert.
Gerade mit Blick auf die Flughafenregion müsse dabei klar sein: „Die Olympischen Spiele dürfen nicht als Vorwand genutzt werden, um eine dritte Startbahn am Flughafen München vermeintlich zu begründen. Für eine dritte Startbahn fehlt der Bedarf, auch mit Olympia in München, es darf sie deswegen nicht geben. Es müssen zudem Möglichkeiten sichergestellt werden, schon frühzeitig Gefahren wie steigenden Mieten und explodierenden Grundstückpreise zu begegnen. Notwendige Infrastrukturmaßnahmen für Olympia müssen unabhängig davon geplant und auf ihren langfristigen Nutzen für die Region geprüft werden. Straßenneubauten oder ‑erweiterungen für Olympia lehne ich ab.”, betont Eckert.
Eckert sieht nichtsdestotrotz in den Spielen zugleich die Chance, die positive Stimmung und den Aufbruch rund um Olympia zu nutzen und München und die gesamte Region als weltoffene und gastfreundliche Gastgeberinnen und Gastgeber zu präsentieren. Diesen Prozess wolle er konstruktiv, aber auch kritisch begleiten, damit die Chancen der Spiele genutzt und die Interessen der Menschen in der Region weiterhin berücksichtigt werden.
Felix Zinßer
Wahlkreisbüro Leon Eckert



Eine gute Chance, vorhandenen Anlagen wieder Leben einzuhauchen, wie für die Olympia Regatta Strecke in Badersfeld! Es bleibt zu hoffen, falls München den Zuschlag bekommt, dass auch mit den Einnahmen nicht nur die finanziellen Löcher derer gestopft werden, die seit Jahren Misswirtschaft und Fehlplanung betreiben, sondern auch dafür verwendet werden, vorhandene Infrastruktur zu verbessern und auch diese Anlagen für die Zukunft nach Olympia vernünftig am Leben zu halten. Den Verfall an der Regatta Strecke konnte man seit Olympia 1972 regelrecht verfolgen, auch die Diskussionen um Kosten und mehr. Spannend wird auch wie sich das ganze mit dem angrenzenden Naturschutzgebiet vereinbaren lässt, denn dadurch wurden in der Vergangenheit ja einige Veranstaltungen nicht mehr genehmigt, was auch mit Sicherheit dem Erhalt der Strecke zu gute gekommen wäre. Manch Partei steht hiermit im Widerspruch was Naturschutz und Nutzung betrifft. Auch das Teile der Anlage unter Denkmalschutz stehen, machen die Kosten der Instandsetzung mit Sicherheit nicht geringer. Wenn man jetzt nur darauf baut, Fördermaßnahmen abzugreifen, wie an vielen andern Stellen, ist falls Olympia nach München kommt, in ein paar Jahren nach Olympia das gleiche wie jetzt. Niemand will hohe Summen investieren, es wird wegen Zuständigkeiten hin und her geschoben und die Anlage verfällt. Die Nutzung auch nach Olympia sollte gut und vernünftig überlegt sein und nicht nur eine Moment Aufnahme. Auch wenn es um das Thema Landschafts- und Naturschutz geht, um auch später eine vernüftige und nachhaltige Nutzung und Verbesserung in diesem Bereich zu erzielen! Es sollten die Anlage und das umliegende Gebiet gerade für Sport und Erholung, auch deren Naturschutzgebiete, danach langfristig mit Erhalt und Pflege finanziell ohne Zuständigkeitsgeschiebe abgesichert sein. Darüber sollte man sich jetzt einig sein, und nicht nur an den möglichen Gewinn denken.