Jeffrey Hayes alias JACK LORD gibt sein Debüt im Trinitatis Garten
Am Samstag, den 12. September 2026, ab 17 Uhr, gibt es wieder ein musikalisches Highlight im Garten der evangelischen Kirchengemeinde in Oberschleißheim: Jeffrey Hayes alias Jack Lord tritt auf, ein Mensch, eine Stimme, ein Instrument.
Seine Songs und Auftritte tragen die Spuren der Orte, die er durchquert hat: die seltsame Intimität eines New Yorker Bürgersteigs, die Mythologie der Kaffeehäuser von Los Angeles, die Einsamkeit und die Möglichkeit einer Münchner Straßenecke. Die Schauplätze verändern sich. Der Impuls bleibt derselbe – den Song zu finden und herauszufinden, wohin er führt, so beschreibt er es selbst.
Seit diesem Sommer finden immer wieder Konzerte und Aktionen im Gartender Trinitatis-Kirche statt. Das Motto dafür lautet: Trinitatis-Garten, ein Ort der Begegnung und der Gemeinschaft. Die Kirchengemeinde freut sich auf viele BesucherInnen, die gerne Decken und Picknick mitbringen können, Getränke gibt es vor Ort.
Der Eintritt ist frei, Hutspenden sind willkommen. Bei schlechtem Wetter spielt Jack Lord in der Trinitatis-Kirche!
Martina Buck
Zum Musiker Jeffrey Hayes alias JACK LORD
Jack Lord wuchs in den Sümpfen von New Jersey auf, in einer großenFamilie, in der es nur selten wirklich still war.Musik kam von überall. Sein Vater hatte seine Platten. Seine älterenGeschwister hatten ihre. Country, Pop, Rock ’n’ Roll, Gospel – wasauch immer seinen Weg ins Haus fand, wurde Teil des Lärms. Ernahm alles in sich auf, lange bevor er verstand, was es bedeutete.
Dann starb seine Mutter.
Er war jung genug, um früh zu lernen, dass manche Dinge verschwinden, ohne um Erlaubnis zu fragen. Die Musik tat es nicht. Sie wurde zunächst Zuflucht, dann Sprache und schließlich ein Weg hinaus.
Es gab Straßenecken in New York. Kaffeehäuser in Los Angeles. Jahre, in denen er den Liedern von einem Ort zum nächsten folgte. Schließlich kam München, wo die Straßen wieder zur Bühne wurden. Jack Lord hat sich immer mehr für die Ränder der Dinge interessiert als für deren Mittelpunkt. Seine Musik bewegt sich zwischen Folk, Punk und Rock, während die Geister des alten AM-Radios noch immer durch sie hindurch ziehen. Johnny Cash kann neben den Ramones sitzen. David Bowie kann plötzlich auftauchen. Ein Song darf schön, hässlich, komisch, beschädigt sein – oder alles gleichzeitig.
Heute ist er eine One-Man-Band. Irgendwie passt das. Ein Mensch, eine Stimme, ein Instrument, ein Raum – oder eine Straße. Und kein Ort, an dem man sich verstecken kann. Lord bezeichnet sich selbst nicht als Virtuosen. Er sieht sich als Künstler. Der Unterschied ist wichtig. Technik kann man lernen. Ein Leben muss man leben. Seine Songs und Auftritte tragen die Spuren der Orte, die er durchquert hat: die seltsame Intimität eines New Yorker Bürgersteigs, die Mythologie der Kaffeehäuser von Los Angeles, die Einsamkeit und die Möglichkeit einer Münchner Straßenecke. Die Schauplätze verändern sich. Der Impuls bleibt derselbe – den Song zu finden und herauszufinden, wohin er führt. Manche Musiker verbringen ihr Leben damit, wie sie selbst zu klingen.
Jack Lord scheint seines damit verbracht zu haben, herauszufinden, wer dieses „Selbst“ überhaupt sein könnte. Vielleicht ist es genau das, was seiner Musik bis heute etwas Unaufgelöstes verleiht. Der Junge aus den Sümpfen von New Jersey ist noch irgendwo darin. Er hört Radio durch die Wände eines überfüllten Hauses und wartet auf den nächsten Song. Und Jack Lord hört immer noch zu.





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