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Präven­tion sexua­li­sierter Gewalt im Sport

09.08.2026 | Landkreis, Familien, Sport, Kinder & Jugend | 0 Kommentare

Land­kreis veran­stal­tete Vortrags­woche – Ziel: Vereine moti­vieren einSchutz­kon­zept zu erstellen

Was versteht man unter sexua­li­sierter Gewalt im Sport? Welche Rolle spielen Täter­stra­te­gien und warum sind Schutz­kon­zepte ein so wirk­sames Präven­ti­ons­in­stru­ment? Mit diesen und weiteren Fragen beschäf­tigt sich die Koope­ra­tion „Safe Sport Land­kreis München“, bestehend aus der Koor­di­na­ti­ons­stelle Jugend­schutz des Land­kreises München, der Polizei München, dem Kreis­ju­gend­ring München-Land, der Baye­ri­schen Sport­ju­gend (BSJ) sowie dem Kreis­vor­sitz des Baye­ri­schen Landes-Sport­ver­bandes e. V. (BLSV), die sich gemeinsam für den Schutz von Kindern und Jugend­li­chen im Vereins­leben einsetzt.

Inner­halb einer Projekt­woche Mitte Juli fanden im Land­kreis
Sensi­bi­li­sie­rungs­vor­träge zum Thema „Präven­tion sexua­li­sierter Gewalt im Sport­wesen“ statt – veran­lasst durch immer wieder­keh­rende Vorfälle in Vereinen.
Im Mittel­punkt der Veran­stal­tungen standen zentrale Frage­stel­lungen: Welche Rolle spielen Täter­stra­te­gien? Welche Dyna­miken und Risiken sind rele­vant?
Zudem wurde beleuchtet, warum Schutz­kon­zepte ein wirk­sames Präven­ti­ons­in­stru­ment darstellen und welche Grund­bau­steine sie beinhalten müssen.

Unter­stüt­zung auf dem Weg zum Schutz­kon­zept
Da bislang keine gesetz­liche Verpflich­tung, sondern ledig­lich ein staat­li­cher Auftrag besteht, setzen die Koope­ra­ti­ons­partner bei der Ansprache der Vereine auf Moti­va­tion, sich des Themas anzu­nehmen. Ziel ist es, dass die Vereine die Notwen­dig­keit von Schutz­kon­zepten verin­ner­li­chen und aus eigener heraus Moti­va­tion handeln. Sie sollen erkennen, dass der wirk­same Schutz von Kindern und Jugend­li­chen keinen Aufschub duldet. Den Verant­wort­li­chen soll außerdem die Angst vor der sensi­blen Thematik genommen werden. Für Projekt­leiter Florian Hegedüs aus dem Bereich Jugend­schutz im Land­ratsamt München steht
dabei das Empower­ment der Betei­ligten im Vorder­grund: „Wichtig ist es, die Vereine emotional für das Thema abzu­holen und ihnen zu vermit­teln, dass niemand mit diesen Fragen allein gelassen wird. Wir wollen diese wich­tigen ersten Schritte gemeinsam gehen und die Schutz­kon­zepte Hand in Hand erar­beiten.“
Ein Groß­teil der Arbeit während der Projekt­woche bestand einer­seits in der Wissens­ver­mitt­lung, ande­rer­seits darin, sich der Sorgen und Bedürf­nisse der unter­schied­li­chen Vereine anzu­nehmen, sie zu moti­vieren und für die Sache zu begeis­tern. Von den insge­samt 200 Vereinen im Land­kreis München waren Vertre­te­rinnen und Vertreter von gut 20 Vereinen anwe­send.
Im Herbst folgt ein gemein­sames Treffen mit Work­shop, bei dem die Teil­neh­me­rinnen und Teil­nehmer bereits von ihren ersten eigenen Schritten berichten können. Im Vorder­grund steht dabei, die Vereine bei der Erstel­lung ihrer Schutz­kon­zepte zu begleiten, den direkten Austausch unter­ein­ander zu fördern sowie ein Mitein­ander zu ermög­li­chen.

Carina Ober­huber

Land­ratsamt München

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