Leser­mail zum Artikel “Infor­ma­tion und Trans­pa­renz statt Aufreger und Empö­rung”

Dieser Beitrag bezieht sich auf den Artikel "Information und Transparenz statt Aufreger und Empörung".

Von Hans Mole

Es hat schon etwas skur­riles, einen solchen Artikel mit einem KI-Bild zu illus­trieren. Erstellt von einem der Haupt­pro­blem­por­tale (aber immerhin mit entspre­chender Quel­len­an­gabe).

Die Auto­ma­ti­sie­rung von Meinungs­mache ist etwas, das man kritisch beob­achten muss. Auch größere Medi­en­häuser (z.B. Ippen) schreiben insbe­son­dere lokal gerne irgendwas unkri­tisch ab bzw gene­rieren die Inhalte gleich ganz per KI. Wenn die Infor­ma­ti­ons­basis dabei einseitig ist, dann werden auch die Arti­kel­ten­denzen entspre­chend. Da zeigt aber auch ein Defizit in der Breite auf, mit aktu­ellen Medi­en­ent­wick­lungen mitzu­halten; einige Kreise können das schlicht nicht und finden daher in einigen Medien kaum statt. Das verstärkt die Echo­kammer natür­lich zusätz­lich und erfor­dert umso höhere Medi­en­kom­pe­tenz, die aller­dings nie syste­ma­tisch entwi­ckelt wurde.

Aber zur Wahr­heit gehört auch, dass die Artikel von echten Redak­tionen nicht zwangs­läufig besser sind. Wenn es nicht ums Geld­ver­dienen durch Klick­ma­xi­mie­rung geht, bleibt immer­noch die persön­liche Meinung, die gerade im lokalen oft unge­niert durch­kommt. Beson­ders, wenn lokal nur ein sehr dünnes Redak­ti­ons­netz­werk großer Medien verfügbar ist (also im Grunde nur eine Einzel­person ihre Meinung darstellt) oder lokale Blogs und Hobby­zei­tungen stark ideo­lo­gie­ge­trieben betrieben werden.

Es bleibt nur, dass sich ein jeder einzelne eben damit ausein­an­der­setzt, welche Artikel er von welcher Quelle mit welchen Beweg­gründen bekommt. Viele Leute wollen oder können das nicht, so bleibt halt die Meinungs­bil­dung oft beim lautesten Schrei­hals.

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