Offi­zi­elle Stel­lung­nahme der DLRG Ober­schleiß­heim zur Hallen­bad­schlie­ßung

31.01.2026 | Kommunalwahl 2026, Aktuelles, Vereine, Sport | 2 Kommentare

Von Lucas March­le­witz, 1. Vorsit­zenden der DLRG Ober­schleiß­heim

Liebe Mitglieder,

liebe Oberschleißheimer*innen,

sehr geehrte Damen und Herren,

am Mitt­woch, 28.01.2026, gab Ober­schleiß­heims 1. Bürger­meister Markus Böck bekannt, das Hallenbad zum 01.04.2026 schließen zu wollen. Seine Ausfüh­rungen, die Arbeits­gruppe hätte keine Ergeb­nisse gelie­fert, sind schlicht falsch und die müssen wir zurück­weisen! Erst am vergan­genen Sonntag haben wir noch­mals einige Hinweise gegeben, auf die wir bis heute keine Rück­mel­dung der Gemeinde erhalten haben. Wir haben also in der Arbeits­gruppe Vorschläge disku­tiert, welche nicht bis zum Ende geprüft wurden. Die Prognose zur Schlie­ßung beruht auf einer Entschei­dung der Gemeinde und nicht eines nicht arbei­tenden Arbeits­kreises.

Wir haben uns bis heute mit einer öffent­li­chen Äuße­rung zurück­ge­halten, da wir die Gespräche in der Arbeits­gruppe sehr wert­voll fanden und hier keine zusätz­liche Verhär­tung schaffen wollten.

Ich finde es sehr verwun­der­lich, dass von der CSU, welche an keiner der Arbeits­grup­pen­sit­zungen teil­ge­nommen hat, die Aussage kommen kann, hieraus gab es keinerlei Ergeb­nisse.

In einem Brief an die Vereins­vor­sit­zenden der Ober­schleiß­heimer Vereine schrieb Bürger­meister Markus Böck letztes Jahr, „ (…) es werden auch unpo­pu­läre Entschei­dungen getroffen werden müssen”. Dies trifft letzten Endes aller­dings nicht nur die ca.17 000 jähr­li­chen Besu­cher des Hallen­bades, sondern auch ca. 35 000 Mitglieder von Vereinen und Schüler*innen. In unserem Fall auch die Rettungsschwimmer*innen, welche im Sommer am Regat­ta­parksee auf die dortige Bevöl­ke­rung aufpassen.

Die Ober­schleiß­heimer Vereine können die Turn­hallen sowie das Hallenbad und Bürger­haus für teil­weise geringe Kosten bean­spru­chen. Wir haben in der Arbeits­gruppe Hallenbad einge­bracht, auch hier unseren finan­zi­ellen Teil dazu beizu­tragen. Dass eine Schlie­ßung des Hallen­bades vor einer Prüfung solcher Maßnahmen vorge­zogen wird, ist für uns eine dras­ti­sche Fehl­ent­schei­dung, welche nicht mit Maß und Ziel getroffen wird.

Natür­lich spre­chen wir von einem Bau, welcher in die Jahre gekommen ist. Nun aber den Schlüssel für immer umzu­drehen ohne den Willen, hier sämt­liche Maßnahmen zu prüfen, müssen wir auf’s Schärfste kriti­sieren.

Uns ist bewusst, dass diese Entschei­dung vor der Wahl im März die Situa­tion nicht begüns­tigt. Aller­dings geht es darum, den Kindern und Jugend­li­chen, teil­weise auch Erwach­senen das Schwimmen zu lehren und somit Bade­un­fälle zu vermeiden. Zusätz­lich ist die sport­liche Betä­ti­gung nicht zu vernach­läs­sigen.

Wir fordern hiermit alle umlie­genden Gemeinden, deren Bürger*innen von unserem Hallenbad parti­zi­pieren, auf, über die Möglich­keit eines Zweck­ver­bandes mit der Gemeinde Ober­schleiß­heim in Kontakt zu treten. Hierbei kann mögli­cher­weise auch ein Neubau für die Zukunft geplant werden. Die Rahmen­be­din­gungen hierzu hätte Ober­schleiß­heim mit einem fertigen Konzept und einem Grund­stück.

Lucas March­le­witz, 1. Vorsit­zender

Deut­sche Lebens-Rettungs-Gesell­schaft
Orts­ver­band Ober­schleiß­heim e.V.

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2 Kommentare

  1. Vor Tagen spricht man noch groß von Zusam­men­halt, und dann.… Der Gemein­derat vertritt die Bürger und dementspre­chend wurden auch dem Bürger diese Dinge vorent­halten und zurückgehalten.….bei so vielem und auch jetzt beim Hallenbad! Ein Arbeits­kreis hätte schon vor Monaten gebildet werden sollen und müssen und das von der Rathaus­lei­tung (Chef­sache). Aber jetzt dem zu Recht bean­tragten Arbeits­kreis die rele­vaten, wich­tigen Daten vorzu­ent­halten, das deutet nicht auf Zusam­men­halt. Es mag viel­leicht recht­lich korrekt sein , wie sich die Leitung des Rathauses verhält, hinsicht­lich auch der Erstel­lung des Haus­halts­plans und Heraus­gabe, aber charak­ter­lich? Das ist frag­würdig. Solch eine Entschei­dung, zur Schlies­sung des Hallen­bads, im Allein­gang ohne Gemein­derat? Oder kommt da im letzten Moment noch ein Gönner um die Ecke zur Rettung, damit man gut dahsteht??
    Ich muss alten und schwa­chen Menschen nicht über die Straße helfen, aber mit Anstand und Charakter macht man das! Und genau so sieht das ganze auch im Bereich Sozi­alamt und Hallenbad aus. Man muss es nicht, das ist richtig, aber man kann!! Ich bin immer noch der Meinung, dass man Kinder und alte Menschen nicht für einen Wahl­kampf braucht…wenn man vernüf­tige Arbeit ablie­fert! Ob Gewerbe, Hallenbad und mehr, das Ganze liegt in Bürger­hand, darum wurde gewählt, kein Einzelgang.…..die Gemeinde ist der Bürger, das Rathaus der Verwalter! Das sollte man nicht vergessen.….

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  2. Das Thema Hallenbad Ober­schleiß­heim ist derzeit in aller Munde und wird kontro­vers disku­tiert.
    Ich persön­lich bin dafür das Hallenbad als wich­tige Einrich­tung am Ort so lange wie möglich zu
    erhalten, respek­tiere aber auch die Meinung derer, die das Hallenbad gleich schließen möchten.
    Was ich nicht akzep­tieren und verstehen kann, ist der Umgang der Verwal­tung mit dem Thema. Als Mitglied des Finanz­aus­schusses konnte ich den Prozess von Anfang an begleiten.
    Nachdem Gerüchte über eine mögliche Schlie­ßung entstanden, haben wir Grünen im

    November einen Antrag gestellt, dass eine Arbeits­gruppe einge­setzt werden soll, die prüfen soll, welche Maßnahmen erfor­der­lich sind, um das Hallenbad zu erhalten. Ziem­lich zeit­gleich ging uns der nicht­öf­fent­liche Entwurf des Haus­halts 2026 zu, in dem versteckt im dem über 100 Seiten dicken Zahlen­werk heraus­zu­lesen war, dass Einnahmen und Ausgaben für das Hallenbad nicht mehr für das ganze Jahr geplant sind. Auf Nach­frage erfuhren wir dann dass die Schlie­ßung des Hallen­bads geplant sei.
    In der Dezem­ber­sit­zung wurde unser Antrag auf Einsetzen einer Arbeits­gruppe behan­delt und gegen die Stimme des Bürger­meis­ters beschlossen.
    Das Enga­ge­ment des Bürger­meis­ters und der Verwal­tung für diesen Arbeits­kreis hielt sich in Grenzen. Ich selbst bin nicht Mitglied des Arbeits­kreises, habe aber von verschie­denen Teil­neh­mern erfahren, dass die Verwal­tung die gewünschten Zahlen nicht vorge­legt hat und auch sonst nichts beigetragen hat. Das ist aus meiner Sicht respektlos gegen­über den Bürgern, die sich in Ihrer Frei­zeit mit viel Herz­blut betei­ligt hatten.
    Jetzt sagt der Bürger­meister im Münchner Merkur, dass es keine brauch­baren Ergeb­nisse aus dem Arbeits­kreis gäbe. Das ist nicht richtig, trotz der fehlenden Unter­stüt­zung hat der Arbeits­kreis Vorschläge erar­beitet.
    Meine Vorstel­lung von einem trans­pa­renten Prozess ist, dass das Thema Hallenbad vor dem Haus­halts­ent­wurf im Gemein­derat beraten wird und nach­voll­zieh­bare Zahlen und durch­ge­rech­nete Alter­na­tiv­sze­na­rien vorliegen. In dem jetzt öffent­lich vorlie­genden Haus­halts­ent­wurf sind nämlich die Kosten, die bei der Schlie­ßung des Hallen­bads anfallen nicht berück­sich­tigt. Ebenso würde ich erwarten, dass der Bürger­meister darlegt, wann und mit welchem Ergebnis er mit den Nach­bar­kom­munen über eine finan­zi­elle Betei­li­gung gespro­chen hat. In der Podi­ums­dis­kus­sion traf Markus Böck die Aussage, dass er den Haus­halt auch erst nach der Kommu­nal­wahl vorlegen könnte. Auch das ist nicht richtig. Laut Artikel 65 der baye­ri­schen Gemein­de­ord­nung ist die Haus­halts­sat­zung spätes­tens einen Monat vor Beginn des Haus­halts­jahres der Rechts­auf­sichts­be­hörde vorzu­legen.
    Mir ist bewusst, dass die Gemeinde in einer schwie­rigen finan­zi­ellen Lage ist und ich bin auch bereit, konstruktiv an einer Lösung mitzu­ar­beiten. Ich erwarte aber im Gegenzug vom Bürgermeister,dass er trans­pa­rent mit der Situa­tion umgeht und nicht durch die Hintertür dem
    Gemein­derat unpo­pu­läre Entschei­dung aufdrü­cken möchte.

    Helga Keller-Zenth, Gemein­de­rätin Bündnis 90/Grüne

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