Neue Regelung zur Reduzierung von Mikroplastik
Aus dem Bioabfall in der Biotonne entsteht durch Zersetzung Komposterde, die weiterverwendet wird und wieder in die Umwelt gelangt. Je reiner die Zusammensetzung in der Tonne ist, desto weniger Fremdstoffe/Störstoffe müssen aussortiert werden, desto mehr Komposterde entsteht und desto weniger Entsorgungskosten gibt es für den Restabfall.
Das ist ein wertvoller Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz. Und es ist der Grund dafür, warum weder Eier- noch Nussschalen noch Äste in die Biotonne sollten. Sie zersetzen sich nicht gleichermaßen.
Noch viel mehr gilt das für Bioplastik. Auch sogenanntes Bioplastik, z. B. Biomülltüten, kann noch erhebliche Kunststoffanteile enthalten, die nicht abbaubar sind. Sie zersetzen sich zwar, aber zu Mikroplastik (PFA), mikroskopisch kleinen Plastikteilchen, die dann über die Weiterverwendung des Komposts wieder in die Umwelt und in den Körper gelangen. Die ganze Welt ist bereits voll davon.
Solche Kunststoffe machen derzeit noch einen großen Teil der Fremdstoffe im Bioabfall aus. Das soll sich ändern. Deshalb gibt es seit dem 1. Mai 2025 einen neuen Passus in der Bioabfallverordnung, durch den der Anteil dieser Fremdstoffe bei der Weiterverwertung von Biomüll neu geregelt bzw. auf ein absolutes Minimum reduziert wird. Dazu kann man auch beim Umweltamt der Gemeinde Oberschleißheim, Tel. 089/315613–46 nachfragen.
Diese Regelung gilt für Kommunen und ihre Entsorgungsunternehmen. Je “sortenreiner” der Bioabfall ist, desto rentabler ist es. Die Müllgebühren tragen wir ja alle.
Es gibt also gute ökonomische und ökologische Gründe dafür, dass wir alle darauf achten und Bioplastik nicht in der Biotonne entsorgen.
Andrea Wörle




Komisch, in der ganzen Umgebung hier in Oberschleißheim sehe ich nur braune Tonnen für Bio-Abfall. Wurde da eine Pressemitteilung einfach nur abgeschrieben oder werden jetzt alle braune Plastik-Tonnen durch grüne Plastik-Tonnen ersetzt?
Tja, dass die Biotonne bei uns eine braune und keine grüne Tonne ist, das ist ein historisches Rätsel, dessen Lösung ich nicht kenne. Damit keine Missverständnisse über einen geplanten Austausch aufkommen, habe ich diesen “rätselhaften” Begriff sofort durch “Biotonne” ersetzt. Ansonsten möchte ich darauf hinweisen, dass ich in diesem Fall keineswegs einfach eine Pressemitteilung übernommen, sondern mich redlich bemüht habe, den Sachverhalt noch etwas ausführlicher als in den Oberschleißheimer Gemeindenachrichten zu erklären.