Luftfilter wissenschaftlich gecheckt

Raumluftfilter in Schulen sind aktuell ein großes Thema in der Corona-Pandemie – nicht zuletzt in Oberschleißheim. Jetzt startet ein Forschungsprojekt der Hochschule München, zur wissenschaftlichen Klärung, wie stark die Luftfilter zur Luftreinhaltung oder zur Eindämmung einer etwaigen Virenlast über Aerosole beitragen können.

Eine Projektschule der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen ist die Grundschule Parksiedung. Am Freitag wurde der Luftfilter im Klassenzimmer der 4c aufgebaut (Bild). Im Klasszimmer der 1a werden vergleichende Messungen ohne Filter vorgenommen. Die Messungen begannen nun am Montag.

Zunächst sind Messungen diese Woche über vorgesehen. Sollten die Wissenschaftler noch weiteren Bedarf haben, können sie ausgeweitet werden. Projektziele sind neben der grundlegendfen Messung der Luftqualität die Erstellung aussagekräftiger Vergleichsdaten zu Effektivität oder Leistung und die Bewertung von Folgeerscheinungen wie Lautstärke oder Kosten.

2 Lesermails

  1. Liebe Leser,

    ich freue mich auf der einen Seite sehr, dass unser Bürgermeister so aktiv den Prüfantrag der SPD-Fraktion von 21.9.2010 unterstützt. Auf der anderen Seite wird der eigentliche Skandal jetzt deutlich sichtbar. Heute wirbt der Bayerische Wirtschaftsminister mit der Bundesförderung für Raumluftfilter in Gaststätten und anderen Bereichen, weil diese Filter helfen, das Infektionsgeschehen abzubremsen. Für Schulen und Kitas gilt das nicht?

    Da muss die Gemeinde Oberschleißheim im November eine wissenschaftliche Studie durchführen, weil die Wirksamkeit der Filter in Schulklassen wissenschaftlich nicht eindeutig bewiesen ist. Außerdem soll getestet werden, ob diese Filter zu laut sind, und natürlich wäre es schön, wenn sie auch noch wirtschaftlich wären. Ergebnisse frühestens Mitte Dezember.

    Ist eine kleine Gemeinde denn der richtige Ort, mit einem oder zwei Geräten einen solchen Grundsatzversuch durchzuführen? Diese Versuche hätten zentral vor Monaten stattfinden müssen. Die Staatregierung, insbesondere der Kultusminister, hat den ganzen Sommer verpennt, der Eilantrag der SPD zu diesem Thema wird ignoriert. Die Gemeinden brauchen eine Liste von zertifizierten Geräten, die je nach Anwendungsfall schnell bestellt werden können und die Kosten müssen natürlich vom Bund und den Ländern getragen werden = gleiches Recht wie andere geförderte Bereiche.

    Doch mir kommt es so vor, als ob wir uns bei Hochwassergefahr Sandsäcke und Spundwände sparen, weil wir ja gegen die Folgeschäden versichert sind. Aber die Folgeschäden bei Kindern, LehrerInnen und ErzieherInnen sind unabsehbar.

    Ich hoffe, die Maßnahmen kommen noch rechtzeitig vor der Erkältungszeit und dem Winter.

    Beste Grüße
    Ralf Bönnemann

    1. Liebe Leser*innen.

      Im aktuellen „Spiegel“ Nr. 48 (vom 21.11.2020) ist im Artikel „Die Luft ist raus“ auf Seite 112 eine Skizze abgebildet, welche eine „simple“ Abluftanlage des Physikers Frank Helleis (Mainzer MPI für Chemie) zeigt. Sie wurde mit Erfolg „versuchsweise“ in 10 Klassenräumen einer Mainzer Grundschule, wo Helleis‘ Frau Lehrerin ist, montiert. Das ZDF zeigte in einer Sendung (vor 1 – 2 Wochen) diese Abluftanlage.

      Könnte diese Anlage, zu weit geringeren Kosten als die oben genannten „Luftfilter“, „versuchsweise“ nicht in einer der Oberschleissheimer Schulen eingesetzt werden? Eine Überlegung wäre es wert. Was denkt man im Rathaus?

      Bin gespannt, wer und was darüber zu kommentieren vermag.

      Bert Wander

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