Blühende Heide statt Bomben

Nach der Kampfmittelräumung der vergangenen Jahre wurde die Fröttmaninger Heide durch den Heideflächenverein Münchener Norden über den Winter renaturiert und naturschutzfachlich aufgewertet. Rund 20 Hektar im Umweltbildungsgelände westlich des HeideHauses und auf angrenzenden Ausgleichsflächen wurden bearbeitet.

Um Heideflächen und offene Kiesflächen zu erhalten und zu entwickeln, wurden stellenweise Gehölze gefällt. Mit den Gehölzfällungen und Wurzelstockrodungen wurden die Lebensräume der licht- und wärmeliebenden Heidepflanzen und -tiere vergrößert.

Im Mai erfolgt auf diesen Flächen eine Ansaat mit Saatgut aus der Garchinger Heide und aus dem eigenen Gebiet. So sollen artenreiche Wiesen und Säume entwickelt werden, das Arteninventar mit blühenden Heidepflanzen erhöht und mehr Nahrungsangebot für Insekten geschaffen.

Dabei ist auch ein Aussichtspunkt mit weitem Blick in die zentrale Heide entstanden. Bei der Kampfmittelräumung mussten viele Betonplatten von ehemaligen Gebäuden aus der militärischen Nutzung ausgebaut werden. Der Beton wurde im Gelände als Sitzgelegenheit und gebrochen als Wegematerial recycelt.

Angrenzend an die Umweltbildungszone wird heuer noch eine weitere Fläche von insgesamt rund fünf Hektar von Kampfmitteln geräumt. Nach der Freigabe können die größten Teile davon von August bis März betreten werden.

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