Vier gleichstarke Blöcke

Im Sog des Überraschungserfolgs von Bürgermeisterkandidat Markus Böck ist die CSU nach 24 Jahren wieder stärkste Kraft im Gemeinderat geworden – obwohl sie bei der sechsten Wahl in Folge an Stimmanteilen verloren hat. Größter Wahlgewinner sind die Grünen, die sechs Prozentpunkte dazu gewannen.

CSU und FW haben wie bisher auch künftig je sechs Sitze im Gemeinderat, SPD und Grüne je fünf, die FDP zwei. Gegenüber dem aktuellen Stand haben Grüne und FDP damit je ein Mandat zugewonnen, beide auf Kosten der SPD.

Das Stimmergebnis:
CSU 24,9 % (2014: 25,2)
FW 22,8 % (23,2)
Grüne 22,7 % (16,0)
SPD 22,2 % (30,4)
FDP 7,5 % (5,1)

FW und Grüne trennten dabei im vorläufigen Endergebnis gerade mal 49 Stimmen. Diese Winzigkeit bescherte den FW aber einen Sitz mehr. Damit wurde eine Differenz von 0,2 Prozent in den Wählerstimmen in einen Unterschied von 16,7 Prozent der Mandate übersetzt.

Den neuen Gemeinderat bilden:
CSU: Angelika Kühlewein, Stefanie Haslbeck, Peter Benthues, Stefan Hagl (neu), Florian Spängler, Christian Ampenberger (neu)
FW: Christian Kuchlbauer, Florian Wagner (neu), Hans Hirschfeld, Stefan Vohburger, Hans Negele, Lena Negele; sollte Kuchlbauer in der Stichwahl wieder zum Bürgermeister gewählt werden, würde Thomas Laser (neu) nachrücken
Grüne: Ingrid Lindbüchl, Christoph Münster (neu), Fritz-Gerrit Kropp, Gaby Hohenberger, Helga Keller-Zenth
SPD: Florian Spirkl, Harald Müller (neu), Irene Bogdain, Erich Elsner, Brigitte Scholle
FDP: Casimir Katz (zurück nach 2014), Irene Beck

Den Wiedereinzug in den Gemeinderat verpasst haben von den amtierenden Gemeinderäten Harald Kirch (SPD), Sebastian Krause (FW), Edgar Putz (FW), Sebastian Riedelbauch (SPD) und Anke Schuster (SPD).

Die Wahlbeteiligung lag bei 56,3 Prozent.

Ein Lesermail

  1. Die FDP hat niemandem ein Mandat weggenommen!

    Seit Jahrzehnten liegt der Anteil der FDP in Oberschleißheim so, dass nach dem alten Auszählverfahren nach d’Hondt immer nur ein Mandat herausgekommen ist, bei dem faireren Verfahren nach Hare-Niemeyer es aber fast immer zwei gewesen wären. 2008 konnten wir d’Hondt mit einer Listenverbindung mit den Grünen endlich überwinden.
    Danach wurde unter der CSU-FDP-Koalition das Wahlsystem auch mit den Stimmen der SPD und der Grünen durch den Landtag geändert. 2014 war dann leider der Trend gegen die FDP.
    Jetzt ist wieder alles gut und wir freuen uns, wieder als eigene Fraktion gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der anderen Fraktionen Oberschleißheim voranbringen zu können.

Lesermail verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.