Die Mutter der Verkehrsluftfahrt

Vor 100 Jahren begründete Hugo Junkers den modernen Luftverkehr – mit dem Modell F13, dem ersten zivilen Flugzeug komplett aus Metall. Die Flugwerft Schleißheim feiert diesen Meilenstein der Luftfahrtgeschichte derzeit mit der Sonderausstellung „100 Jahre Junkers F13 und die Anfänge des Luftverkehrs in Deutschland“.

Zur Ausstellungseröffnung am Samstag flog ein originalgetreuer Nachbau der Legende aus Wellblech ein (Bild ob.), mit dem Rundflüge unternommen werden konnten. „Die Junkers F13 ist sozusagen die Mutter aller modernen Verkehrsflugzeuge“, sagt Gerhard Filchner, der Leiter der Flugwerft. Der Nachbau hat nach drei Jahren Recherche, Entwicklung und Bau bei der Junkers Flugzeugwerke AG in Dübendorf (Schweiz) 2016 seinen Erstflug gehabt.

Die Sonderausstellung wurde von einem Arbeitskreis aus Mitgliedern des „Vereins zur Erhaltung der historischen Flugwerft“ und der Bayerischen Flugzeug-Historiker erstellt. Zahlreiche Bilder und Dokumente zeigen auch die Bedeutung von Schleißheim für die Anfänge der zivilien Luftfahrt.

Unter anderem wurde hier in der Schlosswirtschaft 1919 die „Bayerische Luft-Lloyd“ gegründet, die ab 1921 täglich Linienflüge für Passagiere und Posttransporte nach Konstanz durchführte. In der Ausstellung sind neben Dokumenten auch Bauteile zum Anfassen zu sehen, darunter eine Handpresse zum Anfertigen von Wellblech oder ein Cockpit-Nachbau mit Originalinstrumenten (Bild unt.).

Die Ausstellung ist noch bis 1. März zu sehen.

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