Mängel an Schule waren drastisch

Auch die seit Jahren laufende Sanierung der Grundschule in der Parksiedlung wird deutlich teurer als geplant. 800.000 Euro zusätzlich hat der Gemeinderat jetzt freigegeben, die Maßnahme summiert sich damit auf Kosten von etwa 3,8 Millionen Euro.

Dabei habe sich nach Darstellung des Gemeindebauamts keine der geplanten Maßnahmen verteuert, allerdings hätten sich im Verlauf der Arbeiten eine Vielzahl an zusätzlichen Mängeln ergeben. Der Bericht des Gemeindebauamts zeigt gravierende Mängel in vielen Bereichen bis hin zur Standsicherheit auf.

Beim 1965 begonnenen und mit dem zweiten Bauabschnitt 1971 abgeschlossenen Bau des Gebäudes sei „die Nichtbeachtung von elementaren Sicherheitsvorschriften“ zu registrieren. Die „unerwartete Fülle“ der Mängel habe erst im Sanierungsfortschritt aufgedeckt werden können, etwa dass der Brandschutz an 168 Fassadenstützen unvollständig gewesen sei.

Aktuell muss nur noch die Dämmung an der Südfassade aufgebracht und an der Hochterrasse vor dem Lehrerzimmer der Beton saniert werden, dann ist die Baumaßnahme am Schulgebäude abgeschlossen. Mit der Sanierung sei aus dem 50 Jahre alten Gebäude „eine wirklich schöne und moderne Schule entstanden“, bilanziert Heinz Szuggar aus der Gemeindeverwaltung.

Für die Gesamtmaßnahme stehen dann freilich immer noch zwei Etappen aus. Das alte Schulhaus auf dem Schulgelände, das früher als Kinderhort genutzt war, ist nach dem Bezug des Hort-Neubaus wieder dem Schulbetrieb zugeschlagen. Auch dieses Haus muss jedoch saniert werden.

Damit es für die Bauphase als Ausweichquartier für einige Klassen genutzt werden konnte, hat das Rathaus schon mal gut 200.000 Euro vorab investiert. Die eigentliche Sanierung mit geschätzten Kosten von 1,5 Millionen Euro, mittelfristig für heuer geplant, war zu Jahresbeginn vom Gemeinderat storniert worden. Bis auf weiteres stehen dafür keine Mittel zur Verfügung.

Sollte das neue Kinderhaus wie geplant beim Hallenbad gebaut werden, müsste die Mittagsbetreuung der Nachbarschaftshilfe, deren Domizil dort dann abgerissen wird, in das alte Schulhaus ziehen. Ob dafür Umbauarbeiten nötig werden, ist derzeit noch nicht ermittelt.

Auch die Sanierung der Außenanlagen der Schule, terminiert für 2023, wird vorerst nicht stattfinden. Diese Arbeiten sind erst nach dem Abschluss aller Bauarbeiten an den Gebäuden sinnvoll, so dass vor der Sanierung des alten Schulhauses nichts geschehen wird. Untersucht werden muss im Kontext der Außenanlagen dann erst, ob auch die Sporthalle Renovierungsbedarf hat.

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