Lesen bleibt kostenfrei

Eine Neufassung der Benutzungs- und Gebührenordnung für die Gemeindebücherei hat der Gemeinderat verabschiedet. Die neue Büchereileiterin Miriam Winter hatte diverse Modalitäten neu gefasst, die bisher zu vage formuliert waren, wie etwa Haftungsfragen. Auch Anpassungen bezüglich der Leihfristen wurden vorgenommen.

Nicht gefolgt ist der Gemeinderat dagegen ihrem Vorschlag, mit einer Benutzungsgebühr neue Einnahmen zu generieren. Um die Einnahmeseite zu verbessern, sollte eine Jahresgebühr von 12 Euro für Erwachsene eingeführt werden.

Dies sei „eine gängige Regelung bei den kommunalen Büchereien im Umkreis und damit auch den Benutzern vermittelbar“, hieß es aus der Bücherei. Erzielt werden sollten so Einnahmen von rund 1500 Euro jährlich.

Der Gemeinderat sah diese Summe jedoch als nicht relevant genug, um damit den kostenfreien Zugang zu Lektüre und Medien aufzugeben. Die Ausleihe bleibt kostenlos.

Als Anachronismus wird auch die Ausleihgebühr für DVD’s abgeschafft. Angesichts omnipräsenter Streaming-Möglichkeiten seien „nur sehr wenige Leute bereit, Gebühren für DVD-Ausleihe zu bezahlen“, hieß es aus der Bücherei.

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