Keine Perspektive für das Vereinsheim

Dem Vereinsheim an der Jahnstraße schlägt wohl bald das letzte Stündchen. Der Finanzausschuss des Gemeinderats hat Geld für eine unumgängliche Sanierung verweigert. Damit dürfte das 85 Jahre alte Gebäude keine Zukunft mehr haben.

Das Gemeindebauamt hatte vorgesehen, 2022 mit einem Kostenansatz von 100.000 Euro das Dach des Vereinsheims zu reparieren. „Und dann?“ stellte Florian Spirkl im Ausschuss die Zukunftsfähigkeit dieser Ausgabe in Frage.

Stefan Vohburger, mit den „Schloßpfeiffern“ selbst regelmäßiger Nutzer des Vereinsheims, wurde konkreter: „In das Gebäude sollten wir nichts mehr investieren.“ Einmütig strich der Ausschuss den Ansatz und damit den Fortbestand des Gebäudes. Wann es wie weiter – oder zu Ende – geht, blieb noch offen.

Das Vereinsheim wurde 1936 als Heim für die örtliche Hitler-Jugend (HJ) errichtet. Das „neue Heim“ solle „eine Stätte zu mannhafter Erziehung werden“, sagte der Münchner Oberbürgermeister Karl Fiehler als Gastredner der Grundsteinlegung.

Nach 1945 wurde das Haus bis zum Neubau der heutigen Berglwaldschule 1955 kurz als Ausweichquartier für einige Schulklassen genutzt, weil das alte Schulgebäude bei Bombardierungen im Weltkrieg zerstört worden war. 1960 zog kurzzeitig die Polizeiinspektion 48 ein, bevor sie im Februar 1961 ihr Dienstgebäude an der Hofkurat-Diehl-Straße beziehen konnte.

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