Verspätete Jugendförderung

Zur Hälfte des Jahres erhalten die Sportvereine üblicherweise ihre Jugendförderung aus dem Rathaus. Die Finanzspritze für 2020 konnte der Gemeinderat allerdings erst Ende Januar beschließen; offenbar hatten die zuvor vorgelegten Auszahlungsschlüssel nicht gestimmt.

Der Gemeinderat habe zuvor „richterweise festgestellt, dass die Vorlagen fehlerhaft waren“, räumte Bürgermeister Markus Böck ein. Er habe sich der Abrechnung nun „selbst angenommen“.

Dabei hätten diverse Zahlen korrigiert werden müssen. Ingesamt gehe das Geld nun an acht Vereine mit zusammen knapp 1500 förderfähigen Mitgliedern. In den Anträgen seien weitere 157 jugendfliche Mitglieder aufgeführt gewesen, die von ihm als „nicht berücksichtigungsfähig“ gestrichen worden seien.

Grünen-Sprecher Fritz Gerrit Kropp nannte es „ein bisserl enttäuschend, dass so eine Abrechnung nicht funktioniert“. Zuletzt war bereits die Kalkulation der Abwassergebühren vom Gemeinderat als fehlerhaft zurückgepfiffen worden. Der Bürgermeister kommentierte den Vorgang nicht.  

Es erhalten: TSV Schleißheim 7120 Euro, Deutsche Lebensrettungsgesellschaft 2900 Euro, FC Phönix 2000 Euro, Tennisclub 930 Euro, RSV Schleißheim 580 Euro, Narrhalla Oberschleißheim 490 Euro, SV Riedmoos 250 Euro und Skiclub 230 Euro. Die Auszahlung beschloss der Gemeinderat einstimmig.

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