Lesermail zum Artikel „Gemeinde plant Straßenunterführung selbst“

Sehr geehrter Herr Katz,

es wundert mich, dass Sie sich als Vorsitzender der BIT für die Planung einer Straßenunterführung einsetzen. Sie erwarten scheinbar, wie Sie im letzten Absatz schreiben, „dass es keine finanzierbare Lösung gibt“.

Soll die Planung so beeinflusst werden, dass es eine Luxus-Straßenunterführung wird? Dies wurde bereits beim ersten Bürgerbegehren von Ihrem Verein so dargestellt. Kreisel, Überlappungen und große Brückenbauwerke u. a. sollten mindestens einen dreistelligen Millionenbetrag kosten und somit mehr als die Tieferlegung der Bahn.

Lt. einem Gutachten (liegt in der Gemeinde vor vom Wirtschaftsministerium) sollte die Bahn im Tunnel ca. 120 Mio. Euro und die Straßenunterführung ca. 50 Mio. Euro kosten. Somit ist die Straßenunterführung die billigere Variante. Im übrigen sind nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz Bund, Bahn, Land zuständig, egal ob Tieferlegung oder Straßenunterführung. Dies hat in einem Schreiben der damalige Wirtschaftsminister Zeil klar dargelegt.

Es ist für mich nicht vorstellbar, dass der Vorsitzende der BIT eine kostengünstige Straßenunterführung mit einer bereits existierenden Lösung (Planung) akzeptiert. Ich werde die Entwicklung sehr genau verfolgen. Ein unabhängiges Gutachten könnte der Sache durchaus dienen.

Emil Köbele

Ein Lesermail

  1. Sehr geehrter Herr Köbele,

    entgegen anderer veröffentlichter Ansichten erfolgt eine Planung nach strengen Vorschriften gemäß einer VGV-Ausschreibung durch ein unabhängiges Planungsbüro, bei dessen Auswahl und den Vorgaben der Planung der gesamte Gemeinderat und das Straßenbauaamt beteiligt sein werden. Es geht jetzt „nur“ um eine Planung, aber Leistungsphasen 1 und 2 (Vorplanung und Kostenermittlung). Dabei werden wohl verschiedene Varianten ausgearbeitet und dann werden der Gemeinderat und die Bürger über die Realisierung der Variante entscheiden, die von den Kostenträgern nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz befürwortet wird. Es könnte ja sein, dass die zweitbiligste Lösung besser gefällt und die Mehrkosten überschaubar sind.

    Ich habe dabei dann zwar eine Meinung, aber auch nur eine Stimme wie jeder andere Bürger.

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