Nothaushalt als Crash-Kurs

Nach dem Ausgabenstopp für die Gemeinde durch den alten Gemeinderat arbeitet der neue Bürgermeister Markus Böck als erste Aufgabe seiner Amtszeit an einem neuen Haushaltsplan. Bis dahin können nur bereits beauftragte Arbeiten ausgeführt werden; Investitionsprojekte, die nicht gerade im laufenden Prozess stecken, wurden nach Rathausangaben gestoppt.

Neuling Böck sagte auf Anfrage, er lasse sich bei der Etaterstellung „sauber beraten von allen Richtungen“. Das heiße, nicht nur von den Mitarbeitern, sondern auch von Gemeinderäten jeglicher Coleur, wie er ausdrücklich hervorhebt. Die Erstellung eines Not-Haushalts sei „schon ein Crash-Kurs“.

Er wolle das aber „schnellstmöglich hinkriegen“ und inhaltlich stimmig müsse es auch sein: „Mein oberstes Ziel ist, dass der Nachtrag von Anfang an passt.“

Nach einer Übersicht der Gemeindeverwaltung laufen derzeit kassenwirksam nur die Sanierung der Baderstraße weiter, die Brandschutzsanierung am Feuerwehrgebäude neben dem Rathaus, der Umzug des Kinderparks in die Räumlichkeiten der Nachbarschaftshilfe sowie die Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs.

Gestoppt wurden allerdings die Großprojekte wie die Planung für einen Neubau des Hallenbads, die Sanierung der Bahnbrücke in der Mittenheimer Straße oder das Wohnbauvorhaben für günstige Mitarbeiterwohnungen Am Frauenfeld.

Bei der anstehenden Brückensanierung etwa wurden die Ausschreibung der Bauarbeiten gestoppt. Damit finden heuer definitiv keine Arbeiten mehr statt und der Zeitplan mit empfindlichen Einschränkungen für den innerörtlichen Verkehr verschiebt sich.

Ebenfalls unterbrochen wurden Renovierungsarbeiten an der Berglwaldschule, der Grundschule Parksiedlung und am Bürgerzentrum, die Neugestaltung des Kirchenvorplatzes St. Wilhelm zur Einbindung ins Ortszentrum und eine Kanalsanierung.

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