Zwei Jahre Komplettsperre

Für gut zwei Jahre wird ab Juni die Brücke der Mittenheimer Straße über den S-Bahnhof saniert. Die neuesten Pläne sehen vor, dass bis zum voraussichtlichen Abschluss im Sommer 2022 die Brücke komplett gesperrt bleibt. Einzig im Winter ruhen die Bauarbeiten, dann soll die Brücke befahrbar sein.

Die Anfang der 1970er Jahre angelegte Brücke weist mittlerweile starke Schäden am Stahlgerüst in den Betonpfeilern auf. Im Gemeinderat waren jüngst Sanierungspläne vorgestellt worden, die bis Ende 2022 ausgelegt waren und wo eine Durchfahrt in eine Richtung konstant frei bleiben sollte.

Nun hat das Rathaus informiert, dass man sich gegen die bereits veröffentlichten Pläne und für eine Vollsperrung entschieden habe. „Mit der Vollsperrung kann der Bauablauf insgesamt deutlich schneller vonstatten gehen als mit einer Einbahnregelung während der Bauarbeiten“, heißt es in der Mitteilung der Gemeinde.

Damit sei nun auch der in den ersten Plänen ungelöste Notfalleinsatz für die Siedlungen jenseits der Brücke sichergestellt. Bei kompletter Sperre für den Durchgangsverkehr könnten Rettungsfahrzeuge im Notfall ungestört die Brücke nutzen.

Begonnen werden soll im Juni 2020 von der Rotdornstraße her auf der Ostseite. Die Zufahrt in die Wohngebiete am Fuß der Brücke sollen laut Planern konstant möglich sein.

Ein Gerüstwagen auf den Bahnschienen unterhalb der Brücke soll die Arbeiten begleiten. Hier könnte es zu Behinderungen für den S-Bahn-Betrieb kommen. Die Bahn hat sich zu diesem Detail offenbar noch nicht abschließend geäußert.

Die Detailuntersuchungen haben mittlerweile auch ergeben, dass die Brücke nicht aufgebessert werden muss, um die ihr zugedachte Verkehrsqualität aufnehmen zu können. Vor dieser Analyse war im Raum gestanden, dass die Brücke für etwa die doppelten Kosten auch noch ertüchtigt werden müsse, um Schwerlastverkehr zu ermöglichen – den Oberschleißheim eigentlich raushalten will.

Die Frage einer Tonnagebeschränkung soll nun auf dem Wege von Abwägung und Anordnung entschieden werden. Die baulichen Voraussetzungen sollen laut Planung nach der Sanierung wieder für jede gewünschte Verkehrsbelastung gegeben sein. Das Rathaus strebt eine Tonnagebeschränkung auf 7,5 Tonnen an. Das Landratsamt als Anordnungsbehörde habe bereits signalisiert, dass dies bei entsprechender Begründung nicht ausgeschlossen sei.

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