Gemeinsam gegen den „III. Weg“

Gegen die wiederholten Werbeauftritte und Kundgebungen der Partei „III. Weg“ hat der Gemeinderat mit einer Demonstration aller politischen Gruppierungen reagiert. „Alle Parteien sind sich einig, dass wir gemeinsam aktiv gegen Rechtsradikale und Rechtspopulisten Stellung beziehen müssen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von SPD, CSU, Freien Wählern, Grünen und FDP.

Der „III. Weg“ bezeichnet sich selbst als „nationalrevolutionär“, möchte aus EU und Nato austreten, alle Schlüsselindustrien und Großbetriebe verstaatlichen und „die Erhaltung und Entwicklung der biologischen Substanz des Volkes fördern“. Damit sei sie „klar rassistisch und ausländerfeindlich“, urteilt der Gemeinderat, „die Formulierungen des Wahlprogramms erinnern an den Nationalsozialismus“.

Schon seit der Woche vor Ostern war die Partei immer wieder bei genehmigten Kundgebungen am Bahnhof aufgetreten, am Ort hängen ebenfalls genehmigte Wahlplakate. Zunächst hatten Wahlkämpfer einiger Parteien spontan gegen den „III. Weg“ demonstriert. Am Samstag kam anlässlich einer angemeldeten Veranstaltung der Partei vor dem Ladenzentrum am Stutenanger zu der koordinierten Gegendemonstration.

„Wir wollten nicht mehr zulassen, dass sich die Rechtsradikalen ohne persönliche Gegenreaktion unserer Seite vor Ort mitten in unserer Gemeinde breitmachen“, schreiben die fünf Gemeinderatsgruppierungen. Ein Wortführer des „III. Weges“ lebt offenbar in Oberschleißheim.

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